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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, ^*^ verbunden mit dem ?Imt6Hatt Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. Fi|ÄM

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgafse 21.) . ^^^^^^

M 293. Donnerstag den 11 December 1862.

Ueberbliâ der GeeiKnLjfe im Wsbiets der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 11. December. Die feierliche Eröffnung des Boulevard Prince Eugène in Paris ist glücklich und ohne ein jedes besondere Eretgniß von Stätten ge­gangen. Die Gerüchte, die im Publikum umliefen, sind dadurch aufs Schlagendste widerlegt worden. Die Pariser hatten sich übrigens dadurch nicht abhalten lassen, in ungeheuren Masten nach den Ausgängen des neuen Boulevard zu strömen. Am Ein­gänge des Boulevard du Temple, wo der Seine-Präfect den Kaiser begrüßte, befand sich der erste Triumphbogen. Derselbe bestand ganz aus Lorberen. Die Statue des Prinzen Eugène, die sich auf dem freien Platze in der Nähe der Rue Roquette befindet, ist schön ausgeführt. Nationalgarde, Linien- und Garde-Truppen bildeten das Spalier auf dem Boulevard. Auf der Place du Trone waren Deputationen der Nationalgarde, der Linien- und Garde-Truppen aller Waffengattungen und der alten kaiserlichen Sol­daten aufgestellt. Mehrere Tribünen für das Publikum waren dort ebenfalls errichtet. Das Zelt, in dem der Kaiser empfangen wurde, war sehr einfach, man möchte sagen, dem Quartier angemessen. Unter den in dem Zelte versammelten Personen bemerkte man die Gemeindecommission von Paris und auch die arabischen Häuptlinge, die sich gegenwärtig in Paris befinden. Um lj/2 Uhr verließ der Kaiser und sein Gefolge die Tuilerieen und nahm seinen Weg durch die Rue Rivoli und über die Boulevards St. Martin und du Temple nach dem neuen Boulevard. Dem Kaiser voran ritt eine starke Abtheilung Hundertgarden. Ihnen folgte der Kaiser, zu seiner Rechten den Prinzen Napoleon, hinter ihnen die Marschälle, eine große Anzahl von Generalen und andere Osficiere; dann kam wieder eine starke Abtheilung Hundertgarden, gefolgt von einer Schwadron des Garde-Guiden-Regiments zu Pferde. Dieses ritt unmittelbar vor dem Wagen der Kaiserin, die sich in Gesellschaft der Prinzessin Clotilde in einem Zweispänner befand; in einem zweiten Wagen befanden sich die Prinzessinnen Murat und Mathilde, und in einem dritten mehrere Hofdamen. Die Kammerherren der Kaiserin und der Princessinnen sprengten zu beiden Seiten der Wagen. Der kaiserliche Zug bewegte sich in kurzem Galopp über die Boulevards. Der Kaiser sah sehr ruhig, doch etwas ernst aus. Der Ruf: Es lebe der Kaiser! erklang vielfach. .Die Kaiserin, welche einen weißen Hut und einen goldgewirkten Mantel trug, wurde, und dieses besonders in Faubourg St Antoine, mit großer Sympathie und vielen Pive's empfangen. Sie schien die Hel­din des Tages zu sein. Die Kaiserin und die Prinzessinnen fuhren in geschlossenen, nicht in offenen Wagen, wie es Anfangs bestimmt war. Der kaiserliche Prinz war gar