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der freien Madi Frankfurt verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. '

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Jg 289. Samstag den 6. December 1861

UsberblLE -er WreignMe im Gebiets -er politischen und WOteriellen Interessen.

Frankfurt, 6. December. (Zur Zo'll verein sfrage) Wie würden sich die Fmanzen^von Mayern, Würtemberg, Großherzogthum Hessen, Nassau und gezwunge­nerweise auch Maden für den Fall gestalten, daß diese Staaten sich isolirten und einen Separat-Zollverband bildeten?' DieL„deutsche Allg. Ztg.* antwortet auf diese Frage Folgendes: 11 " ■ ■ . «

Die Gesammteinnahmen des Zollvereins betrugen im Jahre 1860 circa 23V, Mill. Thaler, wovon auflden Norden: 19,372,000 Thlr. bei einer Bevölkerung von 24Vz Mill.

Süden: 4,113,000 „ „ „ „ „ 9 „

23,485,000 Thlr. , 33y2 Mill. kommen. Es ist eine allgemein bekannte Thatsache, daß in Norddeutschland der stärkste Verbrauch von denjenigen Waarengattungen stattfindet, welche den Hauptbestandtheil der Zollrevenuen bilden, wie Spirituosen, Zucker, Materialwaaren rc. Wäre aber das Verhältniß der Bevölkerung und des Consums im Süden dasielbe wie im Norden, so hätte der erstere statt '4,113,000 Thlr. 7,116,000 Thlr. Zolleinkünste haben müssen, während der Norden, consumire er so schwach wie der Süden, statt 19,383,000 Thlr. nur 11,196,000 Thlr. vereinnahmen würde. (Das Zugestândniß wollen wir gleich hier rinschalten, daß von der größeren oder geringeren Zollerhebung der einzelnen Zollver­einsgebiete ein Schluß auf deren wahre Konsumtion nicht ganz genau richtig sein samt; indessen um Vieles wird sich das Resultat der Berechnung von der Wirklichkeit nicht entfernen.) Die Berechnung ist nun leicht. Nach obiger Aufstellung participirt der Süden mit einer Bevölkerung von 9 Mill. an einer ZollmeLreinnahme des Nordens von 8,176,000 Thlrn.. d. h. kurzweg gesagt, der Norden macht Bayern, Würtemberg rc. jahraus jahrein ein Geschenk von circa 2 Mill. Thlrn. Zolleinkünften, ©a^nun der Süden im Jahre 1860 von den übrigen Vereinsstaaten außer der Rübensteuer (die wir ganz außer Berechnung lassen) eine Herauszahlung von circa BVi Mill. Thlr. empfing, so würden die Zolleinnahmen des Separatoerbandes nach Abzug obiger 2 Mill. Thlr. auf etwa % Mill. Thlr. sinken. Der neue Separatzollverband würde also gegen seine jährliche Revenue im Zollverein eine um zwei Drittel schwächere Zolleinnahme ein­tauschen.

Die Gegner werden einwerfen, es handele sich weniger um eine geringere oder größere Zolltntrade, sondern um den Fortbestand der süddeutschen Industrie, um den erhöhten Verkehr mit Oesterreich, welches uns durch die wettere Oeffnung seiner