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Intelligenz-Blatt der freien Madi Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Jtë 287. Donnerstag den 4. December 1801

ST Inserate, welche möglichst den folgenden Tag nach der Auf- aabe im Jntelligenzblatte erscheinen sollen, werden, Lei herannahendem Weihnachtsfeste, Vormittags von der Expedition erbeten.

Ueberbliâ der Geeigniffie im Gebiete der politische» »n- Msteriellen Interesse».

^N Frankfurt, 4. December. Die Note des Herrn v. Bismarck auf die letzte Depesche der bayerischen Regierung in Betreff des Handelsvertrags lautet:

W „Graf v. Montgelas hat der k. Regierung Mittheilung von der Depesche des Frhrn. v. Schrenck vom 23. September d. I. gemacht, welche sich auf die am 2. August d. I. unterzeichneten Verträge mit Frankreich bezieht. Insoweit diese Depesche die Bedenken und Einwendungen der k. bayerischen Regierung gegen die gedachten Verträge zusammen­stellt und nochmals entwickelt, erlaube ich mir auf die früheren diesseitigen Eröffnungen Bezug zu nehmen. Ich müßte besorgen, daß ich bei näherem Eingehen auf jene Be­denken und Einwendungen nur bereits Gesagtes zu wiederholen hätte, ohne dadurch die Sache selbst zu fördern, und ich glaube auf eine solche Fortsetzung der Discussion ver­zichten zu dürfen. Es ist uns inzwischen die anderweite Erklärung der k. würtembergischen und die Rückäußerung der großherzoglich hessischen Regierung zugegangen. Diese bei­den Regierungen haben die Zustimmung zu den Verträgen mit Frankreich entschieden ver­sagt, und wir haben darin nur den Ausdruck ihres Willens erblicken können, den Zoll­verein mit uns über die Dauer der gegenwärtig lausenden Vertragsperiode nicht fort- zusetzen. Indem dagegen in der Depesche des Frhrn. v. Schrenck nicht nur der Wunsch nach einer Verständigung, sondern auch die Ansicht ausgesprochen wird, daß diese Ver­ständigung wohl ohne besondere Schwierigkeiten herbeigeführt werden könne, glaube ich die Hoffnung nicht aufgeben zu können, daß man k. bayerischer Seits noch eine Annähe­rung in Aussicht genommen habe. Wenn diese Voraussetzung keine irrthümliche ist, so würden wir einer nähern Aeußerung des Frhrn. v. Schrenck gern entgegensehen. Ew. rc. ersuche ich ergebenst, sich hiernach gegen den Frhrn. v. Schrenck auszusprechen und dem­selben Abschrift gegenwärtiger Depesche mitzutheilen. v. Bismarck."