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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 285.

Dienstag den 2. December

KST Inserate, welche möglichst den folgenden Tag nach der Auf­gabe im Jntelligenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem Weihnachtsfeste, Vormittags von der Expedition erbeten.

Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 2. December. (General M'Clellan.) Ueber die den General M'Clellan betreffende Nachricht aus Amerika stellen Times und Herald gleichfarbige Be­trachtungen an. Da beide genannten Blätter für den Augenblick mit den Demokraten oder sogenannten Conservativen Amerikas sympathisiren, so ist M'Clellan außerordent­lich in ihrer Achtung gestiegen, und seine Entlassung muß ihnen daher als ein für die Föderalisten unersetzlicher Verlust erscheinen. Nachdem die Times M'Clellan's militärische Verdienste und Mängel gegen einander abgewogen hat, gelangt sie zu dem Schlüsse, daß er, obgleich ihm verschiedene Schachzüge auf dem Feldherrnbrett mißlungen sind, doch der einzige talentvolle- General sei, den die Föderalisten bis jetzt ausweisen konnten und daß die angeführten militärischen Gründe für seine Entlassung nur als Vorwand zu betrach­ten seien. Sie sagt: Man kann sich unmöglich des Schlusses erwehren, daß er der politischen Eifersucht der herrschenden Partei geopfert worden ist. Das laute Geschrei und die bittern Anklagen, die man seit einigen Monaten gegen ihn hörte, schienen uns immer verdächtig. Die Wahrheit ist, M'Clellan war als Conservativer und als Gegner der Republikaner und Abolitionisten bekannt. Nun kamen die Wahlen und lieferten den Beweis, daß die Majorität, die Mr. Lincoln erwählt hatte, und die Maßregeln seines Cabinets unterstützte, zerronnen ist; daß die Meinungen M'Clellan's über den Krieg und die Abolition von einer Majorität der nordstaatlichen Bevölkerung getheilt worden. Von diesem Augenblicke an wurde M'Clellan zu gefährlich, als daß man ihn an der Spitze einer großen Armee wenige Tagemärsche weit von der Hauptstadt stehen lassen konnte. Wie, wenn er, auf die Zuneigung der Soldaten und die veränderten Gesinnungen des Volkes bauend, sich einfallen ließ, Washington zu besetzen, das unfähige Cabinet auseinander zu jagen und den Krieg nach den Principien seiner "genen Partei fortzuführen oder zu beenden? Solche Dinge sind selbst in Republiken schon vorgekommen, und obwohl M'Clellan's Fehler in übertrie- vener Vorsicht besteht, kann man doch unmöglich wissen, was ein Soldat mit großer Kacht in Händen, durch die Angriffe seiner Feinde gereizt und durch die Aufmunte­rungen seiner Freunde vorwärtsgetrieben, in der Krists eines großen Krieges nicht zu