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Zutettigenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 283. Samstag den 29. November 1863,

B59T Inserate, welche möglichst den folgenden Tag nach der Auf- Be im JntelligenzLlatte erscheinen sollen, werden, beLZ herannahendem Veihnachrsfeste, Vormittags vonIderZErpedition erbeten.

UeberblLE dse ^VeègAtsfe im Gebiets bVS politisches und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 29. November. (Zur griechischen Frage.) Das anglo-hellenische Comits in Athen hat eine Lebensbeschreibung deS Prinzen Alfred in griechischer Sprache drucken lassen, der das photographische Bildniß des Prinzen beigegeben ist. Was sonst Bemerkenswerthes darin stehen könnte, ist schwer zu errathen, es müßte denn eine freie Dichtung & la Marryat sein über die Leiden und Freuden eines gungenZMidshipnian aus guter Familie.

Drouyn de Lhuys hatte vor einiger Zeit an den französischen Gesandten in Athen, Herrn Bourve, geschrieben, daß die provisorische Regierung um so schneller von den Schutzmächten anerkannt werden solle, je kräftiger sie für Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung Sorge trage. Nach der Patrie ist die Antwort des Herrn Vulgaris in Paris eingetroffen. Sie ist vom 15. November datirt und spricht sich in dankbarer und zu­friedenstellender Weise Frankreich gegenüber aus.

Die France spricht von dem schwerlich begründeten Gerüchte, daß die Engländer auf der Insel Lemno s eine Kohlenstation errichten wollten. Die Insel liegt bekannt­lich in der Nähe der Dardanellen und ist die Errichtung einer Kohlenniederlage als eine versteckte Besitzergreifung anzusehen. Man wisse ja, wie sie es mit der Insel Prim im Rothen Meere gemacht.

Der Correspondent der Times schreibt aus Athen vom 11. Nov.: Seit 30 Jahren ättigt sich Griechenland mit abendländischer Gesittung. Nirgends im Osten sah man olch eine Sehnsucht nach allem, was vom Westen, namentlich aus Frankreich und Eng- and kommt, nirgendswo ein so schnelles Abstreifen alles dessen, was an den Orient gemahnt. Städte, Häuser, Hausrath, Kutschen, Tracht und Sitten und Gebräuche, alles verliert immer mehr den orientalischen Charakter. Die prunkende albanische Tracht, die für ein glanzliebendes Volk so anziehend und mit so großen nationalen Erinnerungen verknüpft ist, sucht man seit einigen Jahren in den Städten schon beinahe ganz ver­gebens. Sie ist den Stutzern auf dem Lamde und den Dienstboten überlassen. Selbst die altgriechische Literatur, die auf den abendländischen Geist solchen Zauber übte, ver-