ZnteMaenz-BIatt
der freien Stadt Frankfurt, zfZ^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â^^^^^UA und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
--""""******»"""
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
Jg 279. Dienstag den 25. November 1801
V^" Inserate, welche möglichst den folgenden Tag nach der Aufgabe im Jntelligenzblatte erscheinen sollen, werden, Lei herannahendem Weihnachtsfeste, Vormittags von der Expedition erbeten.
Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.
Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zele.
UeberdlLE der WreègreMe im GebLsts Nr politischer? und materiellen Interessen.
Frankfurt, 25. November. Der bleibende Ausschuß des deutschen Handelstags veröffentlicht eine Denkschrift, deren Schlußwort, in welches der Ausschuß die auf dem Handelstag erörterten Fragen zusammenfaßt, also lautet:
„Deutschland blickt mit Spannung auf die hohen Vereinsregierungen, in deren Hand die schließliche Entscheidung der vorstehend erörterten großen Fragen liegt. Die brennendste derselben ist der Handelsvertrag mit Frankreichjede Verzögerung seiner Ausführung setzt durch die Ungewißheit, welche den Unternehmungsgeist lähmt, und durch den Vorsprung, welchen England und Belgien auf dem französischen Markte gewinnen, den deutschen Handel und die deutsche Industrie dem größten Nachtheil aus. Preußen kann von diesem Vertrag nicht zurücktreten Angesichts der Verbindlichkeiten, welche die preußische Regierung, ihrer Stellung und der Sachlage gemäß handelnd, auf sich genommen hat, — es kann sein Werk nicht aufqeben, nachdem beide Häuser der preußischen Landesvertretung dem Vertrag ihre verfassungsmäßige Zustimmung ertheilt, nachdem ferner andere Vereins-Regierungen unter Genehmigung der Kammern sich für denselben ausgesprochen haben, nachdem endlich auch der zweite Handelstag mit einer Mehrheit, welche, wenn die von den Vertretern des zollvereinsländischen Handelsstandes abgegebenen Stimmen allein gezählt werden, nahezu zwei Drittel betrug, das schleunige Zustandekommen des Handelsvertrags als eine Nothwendigkeit erklärt hat. Wenn sonach die preußische Regierung eine definitive Ablehnung des Vertrags, wie sie dies auch in der Depesche des Grafen v. Bernstorff vom 26 August d. 3- ausspricht, als den Ausdruck des Willens auffaffen muß, den Zollverein mit ihr nicht fortzusetzen, so ist hierdurch gewiß nicht ausgeschlossen, daß Preußen die loyale Rücksicht gegen seine Verbündeten durch nachträgliche Verhandlungen mit Frankreich bethätigen wird, welche die Wünsche der bisher diffentirenden Regierungen, so weit es zulässig ist, befürworten. Möge von keiner Seite die Sachlage verkannt werden: die Durchführung