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der freien MM Frankfurt. verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 267. Dienstag den 11. November

1862.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fl. 30 fr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick -er Greigniffe im Gebiete dex politische« und materiellen Interessen.

Frankfurt, 11. November. Unter den siebzehn Aerzten, welche der Consulta über Garibaldi beiwohnten, befand sich auch ein schweizerischer Arzt, Dr. Zopft von Schwanden (Glarus), seines Zeichens ein Homöopath. Derselbe erstattet nun in der Glarner Zeitung umständlich Bericht über seine Reise, über die Consultation selbst und über seine Schlüsse aus den gemachten Beobachtungen. Auch Herr Zopsi hält, wie jetzt die meisten Aerzte, eine Amputation für überflüssig. Garibaldi wird diese Ent- scheidung sehr willkommen sein; er soll den entschiedensten Widerwillen dagegen zeigen sich operiren zu lasten. Ueber die Consulta vom 29. October erzählt Zopsi, daß dieselbe von Dr. Porta geleitet gewesen sei; das Resultat der Sondirung war, daß die Ver­wundung zwar, wie stets angenommen worden, von einer Kugel herrühre, welche ins Fußgelenk gedrungen sei, daß aber diese Kugel nicht bestimmt gefunden werden konnte, obwohl die Sonde 2 Zoll tief hineindrang und Dr. Porta selbst so kühn war, den kleinen Finger in die Wunde zu pressen. Dies war es, was den Schmerz Garibaldis so sehr steigerte, daß die Sondirung nicht weiter fortgesetzt werden konnte. Das Fuß­gelenk ist so geschwollen, daß sein Durchmesser 4 Linien mehr beträgt als der des linken. Beim bloßen Betasten fühlt Garibaldi keine Schmerzen. Die Wunde ist rein, Eiterung gut und nicht viel. Außerdem hat der Kranke Appetit, guten Schlaf und ist munter und unterhaltend. Die Mehrheit der an der Consulta betheiltgten Aerzte sprach sich dahin aus: obschon man die Kugel nicht gefunden, glaube man doch, daß dieselbe im Fußgelenk stecke; zu einer Operation wolle man jetzt, besonders wegen der Abneigung Garibaldi's, nicht schreiten, sondern eine zweite Consultation abwarten. Dann hoffe man den Sitz der Kugel zu finden und dieselbe leicht und sanft herausziehen zu können. Diese Entscheidung wurde schließlich von allen siebzehn Aerzten unterzeichnet. Dr. Zopsi selbst hofft, daß die Natur der beste Arzt für Garibaldi sein werde; entweder schaffe ich die Kugel, sofern eine solche vorhanden, durch Superation eine Oeffnung, aus der ie leicht entfernt werden könne, oder hülle sich in eine Kapsel, in welcher sie ohne Schaden m Leibe verbleiben könne, Dieser Ansicht soll auch Dr, Pirogoff von Petersburg bei­getreten sein.

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