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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, /£T^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

Jg 261. Dienstag dm 4, November 1862.

UeberblZÄ der Greigniffe im Gebiete der poLitLsche« UN- materielle« Interessen.

Frankfurt, 4. November. (Die griechischen Ereignisse, von einem Begleiter des Königs Otto geschildert.) Die Triester Zeitung bringt in ihrer Nummer vom 30. Oct. von einem Begleiter des Königs Otto eine Schilderung der griechischen Ereignisse. Der König hatte Athen am 13. verlassen, Hydra, Spezzia, Astros auf der Ostküste Morea's, Gythion am oberen Ende der östlichen Maine besucht, am 16. die Reise zu Lande nach Sparta fortgesetzt, wo er zwei Tage verweilte. Am 19. reiste er über das Taygetusgebirge nach Kalamata. Am folgenden Tage lief dort ein griechischer Dampfer mit Truppen und dem General Mavromichalis ein, welcher die Nachricht von dem Militäraufstande in Vonitza in der Provinz Akarnanien brachte, wo­hin der König von Kalamata sich begeben wollte. Die dortige Besatzung von kaum 100 Mann empörte sich unter Anführung des Sergeanten Grijas, band die Offiziere, nahm die Kassen in Besitz und verübte allerlei Gräuel.

Die Nachrichten aus Athen, Patras und Miffolunghi lauteten ebenfalls trübe. Am folgenden Tage kam ein zweiter Dampfer aus Athen mit dem Cultusminister Hadschts- kos. In Folge der Mittheilungen des letzteren verließ der König am 22. Kalamata, besuchte noch den mainotischen Hafen Liment und kehrte gegen den Piräus zurück. Am 83. Mor­gens auf der Höhe von Phalaräus kam eine Barke mit dem französischen Gesandten, welcher berichtete, daß in der verflossenen Nacht die Revolution in Athen ausgebrochen, der König entsetzt und eine provisorische Regierung errichtet worden sei. Soldaten und Volk seien in den Palast gedrungen, hätten Alles zerschlagen und geraubt, die Bewohner vertrieben. An die königlichen Zimmer sei das Staatsstegei angelegt, der Hofgarten verwüstet, mehrere Menschen getödtet, im Piräus der Stadtkommandant von den Sol­daten ermordet.

Noch am nämlichen Tage kamen alle Gesandten an Bord, stellten dem König vor, jeder Widerstandsversuch wäre unnütz, indem die ganze Armee in die Revolution ver­wickelt sei. Abends kehrten die Gesandten, mit Ausnahme des bayerischen, nach Athen zurück. Ein französischer und ein englischer Dampfer legten sich zum Schutze des Königs nahe an die Corvette Amalia. Nachts kamen flüchtige Familien aus Athen und wurden auf dem französischen Dampfer untergebracht. Am folgenden Morgen verließ der König die Corvette und bestieg den englischen Dampfer Scylla, seinem Gefolge die Rückkehr nach Athen freistellend. Blos ein Offizier ging zurück. Hierauf wurde der Piräeus verlassen und in Salamis geankert. Die Corvette Amalia zog gleich nach des Königs

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