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Intelligenz-Blatt

her freien Stadt Frankfurt.

verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpsörtchen, Schlachthausgasse 21.)

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Samstag den 25. October

M2.

UebsrbliÄ der CreignMe im Webiets der politische« und materiellen Interessen.

Frankfurt, 25. October. (Der Münchener Handelstag.) Wenn auch die schutzzöllnerische Partei sich anstellt, als sei sie mit dem Resultate des Münchener Handelsvertrages außerordentlich zufrieden, so ist dasselbe ihr doch zuverlässig ein arger Strich durch die Rechnung gewesen. Man muß ihre. Blätter vor dem Handelstage ge­lesen haben; welch' eine Siegeszuversicht vor der Schlacht, welche Schadenfreude, ehe man wußte, wer mit dem Schaden davongehen würde! Man hatte freilich sich aller Cn Karten versichert, nm das Spiel zu gewinnen. Der Handelstag mußte in München, Hauptsitze des Widerstandes gegen den französisch-deutschen Handelsvertrag, tagen und das Lager der Schutzzöllner hatte seine letzten Truppen ausgeboten. Aus Bayern mußte jedes kleine Städtchen seinen Vertreter senden, Oesterreich hatte sich gleichfalls angestrengt, mit starken Kräften aufzutreten. So waren denn die beiden Parteien in einer Weise vertreten, die ganz außer allem richtigen Verhältnisse stand. Während Wien durch fünf Stimmen repräsentirt wurde, war z. B. Hamburg nur durch eine vertreten. Und gleichwohl unterlag die süddeutsche Anschauung. Die un­bedingte Annahme des Handelsvertrags siegte mit 100 Stimmen gegen 96, zwar eine schwache Majorität, aber in Anbetracht der Verhältnisse eine beachtenswerthe. Die Oesterreicher, obgleich sie gar nicht zum Zollverein gehören, stimmten dennoch mit der Minorität. Verschwindend klein wurde die Minderheit aber, als es sich um den unbedingten Eintritt Oesterreichs in den Zollverein handelte. Für diesen waren kaum ein Dutzend Stimmen aufzutreiben. Wie wir aus Wiener Be­richten wissen, ist die Mehrzahl der österreichischen Industriellen selbst, gegen den voll­ständigen Anschluß an den Zollverein, und außerhalb Oesterreick zählt die gänzliche Zoll- «nigung mit dem Kaiserstaate fast gar keine Anhänger. Das ist also das Resultat der Ermittelungen, wonach es eines weiteren Geredes über diesen Gegenstand nicht mehr bedarf.

Die in München versammelten Vertreter des deutschen Handelsstandes erkannten °n, daß die Erhaltung des Zollvereins nothwendig sei. Es ist also kein Zweifel, daß - die vernünftige Ansicht in der Handelspolitik auch die Mehrheit für sich hat; der Zoll­verein muß erhalten bleiben, aber seine Verfassung bedarf einer zeitgemäßen Aenderung ; dar preußisch-französische Handelsvertrag ist anzunehmen, .wenn auch mit Abänderung «Niger der anstößigsten Punkte; Oesterreich kann nicht in den Zollverein ausgenommen