Intelligenz-Blatt
der freien SM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
Ji 241. Samstag den 11. October 1862.
WT" Abonnements auf Vas JnteüiHerrzblatt, Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich in der Expedition angenommen_______ ______ _____________
Ueberbliâ dsx
Ereignisse im Gebiete der poMLscherr und Materiellen Jntsreffen.
Frankfurt, 11. October. Ueber die letzten Schlachttage auf dem Maryland-Ufer des Potomac bringen einige Depeschen aus dem Hauptquartier vom 16. und 17. September die ersten etwas ausführlichen Nachrichten. Unter letzterem Datum wird Folgendes berichtet: „Der heutige Tag wird Epoche merken in der Geschichte der Rebellion. Die heute stattgehabte Schlacht, in der die Potomac-Armee abermals Sieger geblieben, übertrifft an Ausdebnung alle früheren auf diesem Continent ausgefochtenen. Bereits bei Anbruch des Tages ward der (zweistündige) Kampf von gestern wieder ausgenommen. Hooker und Sumner auf dem rechten Flügel und im Centrum trieben den Feind nach einem scharfen Gefecht von zwei Stunden eine Meile zuruck, aber die Conföderirten sammelten sich wieder und eroberten unter furchtbarem Verlust fast das ganze verlorene Terrain wieder. Hierbei erhielt der furchtlose und unermüdliche Hooker einen Schuß in den Knöchel und mußte fortgetragen werden. Sumner übernahm das Commando. Auch General Richardson, der eine Division comman- drrte, ward schwer verwundet. General Sumner, entschlossen, das Verlorne wieder zu gewmneiy hieß die Truppen vorgehen, und sie trieben denn auch die Conföderirten unter großem Gemetzel noch eine Viertelmeile weit über das vorher gewonnene Terrain hinaus. In dieser Action ward General Mansfield durch die Lunge geschossen und starb bald darauf. Unterdessen waren auch die Truppen unter Burnside und Porter, auf dem ShfÄ müßig gewesen. Sie jagten die Conföderirten von der Antistem-Linie V1's“me ^ch Sharpsburg, schlugen dann eine Brücke und occupirten das Ä r^ ^k' Der Verlust war hier beträchtlich. Es galt nunmehr die Hügel- und rechts von der Straße zu nehmen, von wo aus die Conföderirten ihre ^^^ ^egen uns spielen ließen. Ein schweres Stück Arbeit. Sykes Brigade gelang ^A Ä ? Ä se Sumner s, die Höhen links zu nehmen; die Conföderirten rannten um 5 Uhr; alle feindliche» Positionen bis auf linken Seite der Straße waren genommen. Dieser Rest des Tagewerkes wurde Burnside übertragen. Die Artillerie eröffnete den Angriff die Infanterie aina vor, der Punkt ward mit Sturm genommen, aber wir mußten vor der überwiegenden