Zntelliaenz-Blatt
der freien Madl Frankfurt» ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
^U 239. Donnerstag den 9- October 1862.
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genommen. ____
Ueberblick der
Greignifse im Gebiete der politischen nnd materiellen Interessen.
Frankfurt, 9. October. Wir lesen in der „Kölnischen Zeitung": „Der deutsche Handelstag muß diesmal zeigen, was er leisten, welche Bedeutung er sicherobern kann. Seine ersten, übrigens gewiß ganz löblichen und verdienstlichen Heidelberger Beschlüsie haben bis dahin praktisch verhältnißmäßig wenig Erfolg gehabt, und sie konnten das wohl auch schon deßhalb nicht, weil sie nicht die Macht einer lebendigen Volkstheilnahme hinter sich hatten. Diesmal aber handelt es sich nicht überwiegend um bloß technische Verbesserungen, wie sie allenfalls einzelnen Männern am Rechentische des Comptoirs das Herz mit stillen Hoffnungen mäßig bewegen konnten, diesmal handelt es sich um politische Lebens- und volkswirthschaftliche Messer- und Gabel-Fragen, welche bereits dem ganzen intelligenten Kerne der deutschen Nation das Blut rasch durch die Adern zagen. Und sollten diese Fragen auch zu einer Zerreißung führen, unseres Erachtens wurde es die Bedeutung und Lebensfähigkeit des deutschen Handelstages nur steigern, wenn er sich hinfort auf Vertreter solcher Gebiete beschränkte, die eine einheitliche Handels- und Zollgesetzgebung entweder schon besitzen oder doch in naher Zeit er- »Ä deutsche Handelstag als Vertretung constituirter Handels Corporationen will und soll doch ein engeres Verhältniß zur wirklichen Gesetzgebung haben, als die Versammlungen der deutschen Volkswirthe und andere freie Zusammenkünfte solcher Art!
Freilich, auch im außerosterreichischen Deutschland stehen Nord und Süd, wenigstens die Regierungen bezüglich der genannten Lebensfragen sich einander auch scheinbar un- versöhnlich gegenüber, und von den beiderseitigen commerciellen Vertretern auf dem deut- ,^uLandelstage ^d cs anfänglich ganz gewiß nicht heißen können: „Zwei Herzen ÄS ÄU»fein „Vermittlung'1 Meetings bet mW- uns tmtilMe beTÄ^r^T?^ d°r nicht sogleich von dem Abschlusse des Han-
^.â/^/f^a g es zwischen dem Zollverein und Frankreich als thatsächliche Voraussekuna btoto\j? ^^â^- Es ist für den Zollverein eine volkswirthschaftliche Nothwen- ferenre'i?bi? ^s^^gnation seines Tarifs, die alte Unfruchtbarkeit seiner General-Con- ferenzen, die gesammten schuhzöllnerischen Gelüste nach Differentialzöllen re, mit Einem