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der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,/^' und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
....... —........ (Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
Jig 215. j Donnerstag den 11. September 1862.
Ueberdliek der Greignisse im WebLete -er poèitischert un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 11. September. (Uebersicht der Ernte.) Die Witterung während der Erntezeit war in ganz Mittel-Europa ziemlich gleichmäßig: bis über die Mitte Juli fortwährende Regengüsse, welche die sonst um 2—3 Wochen früher erwartete Ernte verzögerten; nach dem Eintritt der Hundstage Anfangs trockene Witterung, die Ende Juli durch einige heftige Stürme, Regen und Hagel unterbrochen wurde, dann mehrere Wochen, von wenigem Regen untermischt, trocken aber kalt fortdauerte. Die Früchte sind deshalb meist gut heim gekommen; Roggen, der vielfach gelagert, trocknete gut aus; Waizen, dem die feuchte Witterung nicht geschadet, kam durchweg gut heim; Sommerfrüchte, die noch im Wachsen und Zeitigen, wurden völlig gereift und gut geerntet. Ueber den Ertrag lauten die Berichte verschieden, weil dieZ ebenfalls gleichmäßige trockene Frühjahrswitterung der einen Gegend mebr nachtheilig oder Vortheilhaft war, als der andern, indem fruchtbare Lagen, schwererer Boden den Mangel an Regen länger aushalten konnten, und der Regen mehr oder weniger rechtzeitig eintrat. In Ungarn ist die Hauptfrucht, der Waizen, sehr verschieden ausgefallen; in den feuchten Donau- und Theißniederungen ist er besser gerathen, als in den von den Strömen entfernten trockneren Gegenden. Dort hat man vom Joch (1600 Quadrat-Klafter) 12—18, hier nur 8—10 Metzen geerntet. Das Gewicht ist ebenso verschieden: bei einem Durchschnitt von 85—86 Pfund (die Metze) gibt es 90—91- und wieder 80—82-pfündigen Waizen. Gerste und Hafer haben einen geringeren Ertrag geliefert; das Gewicht war 60—64 Pfund von jener, 42—44 Pfund von diesem. Die Kartoffeln sind im Ganzen gut gerathen. In Rußland sind ebenfalls die Ergebnisse sehr verschieden: bei Kiew und Charkow gute Roggen- und Waizenernte; östlich vom Dnieper wegen anhaltender Dürre geringerer Ertrag; in Bessarabien lange Trockenheit von wenig Regen erfrischt, brachte eine zum Theil mittelmäßige, zum Theil aber reichliche Ernte; bei Odessa mittelmäßiger Ertrag. Güte befriedigend. In Polen reicher Ertrag, die Körner von ausgezeichneter Güte. In Ostpreußen war das Korn gelagert, doch hat dies dem Ertrag nicht sehr geschadet; Kartoffeln gut. In Posen ist durchweg das Korn gut gerathen, eine bessere Ernte als voriges Jahr; dasselbe gilt von Waizen und Gerste; Hafer ist seit Jahren nicht so üppig gewesen; von Früh-Kartoffeln wird berichtet, daß ein Landwirth von 8 Scheffeln Aussaat 120 Scheffel geerntet habe. In O st- preußen sind Roggen und Gerste sehr ergiebig; Waizen desgleichen, Sommerfrucht von seltener Ergiebigkeit. In Schlesien eine sehr gute Ernte; alle