MWWWWMM der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
JK 207. Dienstag den 2. September 1862.
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Uckberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen «»- materiellen Interessen.
Frankfurt, 2. September. (Die Verhandlungen des Gustav-Adolf- Vereins). Die Verhandlungen der 19. Hauptversammlung des Gustav-Adolf-Vereins begannen am Vormittag des 17. August in der festlich geschmückten Aegydienkirche zu Nürnberg. Die unteren Räume waren den Mitgliedern und Deputirten des Vereins vorbehalten, die Emporen dem Publikum überlasten. Der Choral „Eine feste Burg ist unser Gott", den die Versammlung anstimmte, ging dem Gebete voraus, welches der zum Vorsitzenden erwählte Hr. Kirchenrath Dr. Hoffmann von Leipzig sprach. Mit den Worten: „der Geist des Friedens wohne unter uns und der Herr verleihe uns seinen Beistand" schließend, erklärte er die Versammlung eröffnet. Nach dem namentlichen Aufruf der Deputirten verlas Herr Prälat Zimmermann von Darmstadt an der Stelle des auf der Reise erkrankten Verfassers den Auszug aus dem Jahresbericht. Dieser gibt ein erfreuliches und lebhaftes Bild von dem blühenden Bestand des Vereins und der wachsenden Theilnahme, deren sich derselbe von allen Seiten erfreut Besonders hervorgehoben wird darin die Zunahme der Anerkennung seiner Wirksamkeit und der Wechsel in den Gesinnungen Vieler, die früher lerne -^Aiedensten Gegner gewesen, wofür eine Aeußerung aus dem Munde einer hochgestellten Mam^- <„ Bauern als Beleg angeführt wird. Für das Aufblühen des Vereins gibt die Thatsache S^ x^tschet- denden Beweis, daß er im vergangenen Jahre 165,400 Thlr. Unterstützungen o<^ meinten zugewandt, während er im Jahre 1833 nur 50 Thlr. unter zwei Gemeinden vertheilen konnte. Der Capitalstand des Vereins wird auf 58,870 Thlr. angegeben und damit die irrige Angabe berichtigt, daß er sich auf 300,000 Thlr. belaufe. Hieran reihen sich specielle Nachweise über die Thätigkeit und Wirksamkeit des Vereins und statistische Angaben, seine Haupt- und Zweigvereine betreffend. Der Hingeschiedenen Gönner und Freunde des Vereins wird mit dankbarem Sinn gedacht, insbesondere des Prinzen Albert und der Großherzogin Mathilde von Hessen. Der Bericht schließt mit dem Wunsche, daß Nürnberg, „das Auge im Haupt der evangelischen Kirche", wie es Gustav Adolf genannt, „bald die Stadt werden möge, in welcher der Verein einen festen Sitz und Halt gewinnen könne. Wir find und werden Alles seyn durch Gottes Gnade." Dem Vortrage des Berichtauszugs folgten die einzelnen Vorträge der Deputirten, Vs sprachen die