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Intelligenz-Matt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 199. Samstag den 23. August 1862.

Heb erb lief der Ereignisse im Gebiete der politischen nn- materiellen Interessen.

Frankfurt, 23. August. (Allgemeine Uebersicht der diesjährigen Ernte.) In Deutschland ist der Ertrag nach allgemeinem Durchschnitt ein mittlerer zu nennen. In Süd- und West-Deutschland geht er eher über, als unter einen solchen. Im Osten des Landes dürfte er denselben gerade erreichen. Bei den leichten Trans­portmitteln wird hier eine vollkommene Ausgleichung stattfinden, kind es ist sonach der volle Bedarf gesichert. Was dem Eintrag thun könnte, nämlich die Kartoffelkrankheit, ist nicht zu beachten, da dieselbe nach allseitigen Nachrichten von keiner großen Bedeutung ist, und durch die trockene Witterung vollständig beseitigt wird. Man kann folglich be­stimmt annehmen, daß die Fruchtpreise nicht steigen, sondern im Laufe des Jahres eher fallen werden, so unbedeutend das auch sein dürfte. Im Auslande richten wir unsern Blick zuerst nach Polen und Rußland. Im Erstem war der Ausfall der Ernte dem unseren gleich, ja eher noch besser. Anders aber steht es in Rußland. Dort grenzt derselbe in den meisten europäischen Gouvernements fast an Mißwachs und es wird dieses Reich wenig oder nichts zum Export haben. Das aber kommt uns zu Gute, weil die großen Emporien von Danzig und Riga ihre gewöhnlichen Bezugsquellen ver­lieren, diese mithin von Pommern, wie auch von Schleswig gefüllt werden müssen. Wäre das nicht der Fall, so würde es uns an namhaftem Abzüge fehlen und unsere an sich gute Ernte müßte die Preise herabdrücken. In Beziehung auf Ruß­land ist noch zu erwägen, daß gegenwärtig das Reich, vermöge der Eisenbahnen eher eine Ausgleichung in seiner großen Ausdehnung zu Stande bringen kann, als früher, wo es manchmal in einzelnen Gouvernements fast im Ueberfluß erstickte, während in anderen Hungersnoth herrschte. Es wird folglich der Ueberfluß einzelner Districte, den es sonst ausführte, dies Jahr an die Mangel leidenden abgeben. Wir kommen zu Ungarn. Dort haben einzelne Striche eine gesegnete, andere aber nur eine kärgliche Ernte gemacht. Hier ist derselbe Fall anwendbar, wie bei Rußland, d. h. es wird sich in sich selbst ausgleichen und den geringeren Ueberschuß an die deutschen Kron- lânder des Kaiserstaates abgeben, mithin für das übrige Deutschland nichts übrig haben. Frankreich hat den ganzen Sommer hindurch Klage über den Stand der Feldfrüchte ge­führt, und wenn dieselben auch in den letzten Wochen vor den besseren Nachrichten ge­wichen sind, so werden hinterher die Thatsachen wohl beweisen, daß es nicht vollständig für eigenen Bedarf gedeckt ist. — Ein Gleiches gilt auch für Belgien. Die Preisnotirungen von dort bestätigest diese Ansicht. Ganz dieselben Nachrichten, wie aus diesen Helden