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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â' und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^L 185. Donnerstag den 7. August 1862.

Ueberblick der Ereignisse im Webèete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 7. August. (Herzog Karl Bernhard von Weimar f.) Herzog Karl Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach, der zweite Sohn des unvergeß­lichen Fürstenpaares Karl August und Louise, ward geboren zu Weimar am 30. Mai 1792.

Schon als vierzehnjähriger Prinz focht er, unter dem Fürsten von Hohenlohe, 1806 bei Jena. Nach dem gezwungenen Anschlusse Sachsen-Weimars an den Rheinbund, trat er in königlich sächsische Dienste, zeichnete sich, als Major im Generalstabe, 1809 bei Wagram aus, avancirte 1812 zum Oberstlieutenant, 1813 zum Oberst, trat 1815 in den Dienst des Königs der Niederlande über und nahm als stellvertretender Comman­deur einer Brigade ruhmvollen Antheil an den Schlachten von Quatre Bras und Waterloo.

1816 ward er zum Generalmajor ernannt, 1819 mit dem Provinzialcommando von Oststandern betraut. Als dieses 1831 an das neue Königreich Belgien überging, erhielt Herzog Bernhard, inzwischen zum Generallieutenant erhoben, die Leitung der militärischen und bürgerlichen Verwaltung des Großherzogthums Luxemburg.

Bei dem kurzen, durch die französische Intervention unterbrochenen Feldzug gegen Belgien (August 1831) führte er den Oberbefehl über die zweite Division der hollän­dischen Armee auf dem linken Flügel.

Schon 1825 und 26 hatte er seine Muße zu einer größeren wissenschaftlichen Reise nach Nordamerika benutzt, deren Ergebnisse, nach den eigenen Aufzeichnungen des Her­zogs, Prof. Luden 1828 herausgab. Der Herzog selbst schrieb 1834 einen „Précis de la Campagne de Java en 1811". Seit 1848 bekleidete er, mit dem Titel eines königlich niederländischen Generals der Infanterie, die Stelle des Oberbefehlshabers der Colo­nialarmee im niederländischen Indien.

Bei vorgerückteren Jahren zog sich der Herzog aus dem activen Dienst zurück und lebte als k. niederländischer General der Infanterie a. D. zumeist im Haag, im Sommer häufig in Liebenstein, Stärkung und Erholung suchend.

Am 30. Mai 1816, an seinem 24. Geburtstage, hatte Herzog Bernhard sich mit der Prinzessin Ida von Sachsen-Meiningen, der zweiten Tochter des Herzogs Georg Friedrich Carl, vermählt. Am 4. April 1852 löste der Tod der Herzogin diesen glück­lichen Ehebund. Fünf Kinder und vier Enkel betrauern den Dahingeschiedenen,