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Intelligenz-Blatt der freien Stadl Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, â und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförichen, Schlachthausgasse 21.)

Jtë 175.

Samstag den 26. Juli

1862.

Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 26. Juli. (Der Empfang der japanesischen Gesandt­schaft in Berlin am 21. Juli.) Die Erwartung, die fremdartigen Gäste bei der Auffahrt näher zu Gesicht zu bekommen, hatte einen ansehnlichen Theil der Bevölkernng vor dem „Hotel de Brandenbourg" und in den Straßen versammelt, durch welche die Gesandtschaft sich in sechsspännigen königlichen Gala-Wagen in das Schloß begeben sollte, dessen Umgebung gleichfalls von dichtgedrängten Massen besetzt war. Von dem „Hotel de Brandenbourg" herab wehte die Fahne des japanesischen Reiches, welche im weißen Felde eine scharlachrothe Kugel zeigt; am königl. Schlosse, sowie am Palais des Königs war die preußische Königsflagge aufgezogen. ,

Von 11 Uhr ab begann sich der weiße Saal mit den zu dem Empfange eingelade- nen Personen zu füllen. An den Eingangsthüren des Saales haben Mannschaften vom Regiment Garde du Corps in großer Gala-Uniform mit den rothen Superwesten, sowie Mannschaften von der Garde-Unterofficier-Compagnie (Kronen-Garde) die Ehrenposten, im Vestibüle sprangen, von reichen Blumengruppen umgeben, die Fontaiuen. ,

Die ganze glänzende Versammlung in Gala-Uniform und mit großen Ordensbändern geschmückt, hatte fick im Halbkreis vor dem Thron aufgestellt, zu dessen Seiten Leib­pagen standen. Inzwischen war die japanesische Gesandtschaft im Schlosse eingetroffen, wo sie in einem besonders reservirten Zimmer die Festgewänder anlegten, in denen ite sich nach den Vorschriften ihrer Religion nicht auf der Straße zeigen dürfen.

Um 12 Uhr 7 Minuten erschien unter Vortritt der Hof-Fouriere, Hof-, Ober-Hof- und obersten Hof-Chargen der König in dem Saal, gefolgt von den Prinzen Carl Fried­rich Carl, Albrecht, Albrecht Nicolaus, Adalbert von Preußen, dem Herzog Wilhelm von Mecklenburg und dem Prinzen Wilhelm von Baden. Der König trägt wie die k. Prinzen die große Generalsuniform, das Band des schwarzen Adler-Ordens und den decorirten Helm. Er begibt sich auf den Thron, zu seiner Rechten stehen die Mitglieder des Ministeriums nach der Anciennitât unter Vortritt des Ministers des Auswärtigen, zur Linken des Thrones stehen die Prinzen, hinter ihnen der Minister des k. Hauses Frei- $ Sobald^die Aufstellung erfolgt war, gab der Ober-Cermonienmeister Graf v. Still­fried ein Zeichen, und von einer ambulanten Chaine von Pagen und Kammerherren ge­leitet, trat die japanesische Gesandtschaft in den Saal. Es sind 8 Personen; sie tragen sämmtlich kurze Kaftans von gleichem Schnitt aus schweren Seidenstoffen, theils bunt