Intelligenz-Blatt
der freien AM Frankfurt, zfT^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, l&sß^ und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 173i -Donnerstag den 24. Juli 1862.
UeberbliE der Ereignisse im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 24. Juli. (Zum ersten deutschen Schützenfeste.) Das schöne Fest ist beendet, die Gäste haben uns verlassen, die Fahnen werden eingezogen, die vergilbten Kränze abgenommen, die Stadt nimmt ihre Alltagsphysiognomie an und der Festplatz fängt an zu veröden. Wir tragen unsern Lesern, die wir von dem Feste stets in Kenntniß erhalten haben, noch einige Details nach:
v. Hoverbeck, Mitglied des preußischen Abgeordneten-Hauses sagte: Deutsche Brüder! Ich trete hierher, nicht um Euch eine lange Rede zu halten, welche zu meinem Glück die Bestimmungen dieser Tribüne verbietet, sondern um nur mit kurzen Worten den Gruß der Majorität des preußischen Abgeordneten-Hauses, welche uns hierher entsendet hat, Ihnen zu überbringen. (Bravo). Meine Herren! Seien Sie überzeugt, daß diese Majorität, — und es ist dies das Einzige, was ich zu den gestrigen Versicherungen unserer Freunde Lüning und Duncker nur noch hinzuzufügen habe, — daß diese Majorität keine anderen als die deutschen Interessen kennt, und daß, wenn irgendwie die sogenannten preußischen Interessen mit den deutschen Interessen in Zwiespalt kommen sollten, wir nur die deutschen Interessen bevorzugen! (Bravo). Meine Herren! Das, was ich Ihnen hier sage, ist nicht ein augenblicklicher Einfall, nicht eine Begeisterung, die durch diese herrlichen Hallen zieht und Sprecher wie Zuhörer ergreift; es ist dies ein Punkt unseres Programmes, auf welches wir gewählt sind, des Programms, das ausdrücklich ausspricht, daß Preußens Größe, Einheit und Existenz nur abhängt von der Einigung mit dem großen vereinigten übrigen Deutschland. (Bravo!) M. H.! Wenn ich diesen Worten, die ich eben im Auftrag Derer, die mich entsandt haben, an Sie gerichtet habe, meinerseits noch einen Gruß hinzuzufügen wage, so kann ich da nicht einen so bestimmten Auftrag produciren, wie bei dem ersten; aber ich glaube dennoch, 'chbm in vollen: Maße berechtigt, ihn auszusprechen; es ist der Gruß meiner heimathlichen Provinzen, der vereinigten Provinzen Ost- nnd West-Preußen. Diese beiden Provinzen sind lange die Heimath deutschen Wesens und deutschen Rechts gewesen. _ Sie haben ehrlich gekämpft an den Grenzen, wo Deutschland mit fremden Nationalitäten zusammenstößt und gerade in Folge dieser Berührung hat sich ein so deutscher Sinn m chnen erhalten, wie er vielleicht in andern Landstrichen, die das Glück haben, rn der Mitte Deutschlands zu liegen, nicht immer gefunden wird. Diese Provinzen bringen Ihnen ebenfalls einen herzlichen Gruß und ich bitte Sie dringend, daran zu denken, daß Deutschland an denselben ein großes Unrecht gut zu machen hat. Rach langen Jahren,