Intelligenz-Blatt her freien SM Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, ââ^â^ und den Frankfurter NachrWen als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.) '^^^^
Jf 155. Donnerstag den 3. Juli 1862.
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Ueberbliek der Ereignisse im Gebiete der politische» und materiellen Interessen.
Frankfurt, 3. Juli. (Zur dänischen Frage). Das „Journ. des Dtbats" theilt den Schluß einer Depesche des Ministerpräsidenten Hall an die dänischen Gesandten in London, Paris, Petersburg, Brüssel und Haag mit, wie folgt: Der, Bundestag ist jetzt selbst so weit gegangen, daß er eigenmächtig eine wirkliche Connexität zwischen dem öffentlichen Rechte Holsteins und Schleswigs aufstellen will, welches offenbar dasselbe sein würde, als wenn die Autorität des Bundes auf Theile der Monarchie aus« gedehnt würde, die nicht zum Bunde gehören Je weiter aber der Bund seine Forderungen hinsichtlich Schleswigs treibt, desto näher rückt er auch einem ohne Zweifel internationalen Gebiet, und je mehr er diese Forderungen mit der holsteinischen Frage vermengt, desto mehr rechtfertigt er selbst eine europäische Einmischung mit der Aufgabe, diesem Streit auf einmal ein Ende zu machen. Es ist leicht einzusehen, daß die Verhandlungen nicht lange werden fortgesetzt werden können, wenn sie nicht die Spur verlassen, auf welcher sie sich bisher bewegt haben. Es kann mit Deutschlands Interessen übereinstimmen, die Entscheidung dieser Lebensfrage Dänemarks zu verzögern, aber es ist von seiner Seite eine unberechtigte Forderung, daß letzteres seine ganze innere Entwickelung in Stillstand gerathen lasse» soll in der Hoffnung, ein Resultat von „schwebenden Verhandlungen" zu erlangen, die nicht vorwärts schreiten, und die auf eine solche Weise geführt worden sind, daß man nur Bedenken tragen kann, zu sagen, Deutschland habe sie abgebrochen, da es in der Wirklichkeit sie niemals ernstlich begonnen hat. Der Augenblick ist vielleicht nicht entfernt, wo die Regierung des Königs sich genöthigt sehen wird, eine Lösung aus anderem Wege zu versuchen. Und wenn dieser Augenblick kommt, sind wir fest überzeugt, daß die befreundeten Mächre, in welcher Weise die Lösung auch gesucht werden möge, sich der Bedingungen und Versprechungen erinnern werden, welche die am 29. Juli v. J. gethanenen Schritte begleiteten, und daß sie Dänemark den Beistand gewähren werden, auf welchen wir in dem Falle hofften, daß die direkten Unterhandlungen nicht zu einem Resultate führen sollten. Ich bitte Sie, sich in diesem L-inne dem Minister des Auswärtigen gegenüber auszusprechen und ihm Abschrift gegenwärtiger Depesche, sowie deren Beilage mitzutheilen. Ich habe die Ehre rc. (Unterst.) E. Hall. — Prinz Friedrich, der älteste Sohn des präsumtiven Thronfolgers Prmzen Christ,an