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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Jg 145. Samstag den 21. Juni 1862.

Ueberblitk der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

von der monte-

Frankfurt, 21. Juni. Da sich in und um Montenegro jetzt eine ganze Reihe verschiedener Kriegsschauplätze entwickelt, wird eine kurze Beschreibung derselben nicht ohne Nutzen für die Orientirung sein. Was zunächst die Kämpfe um Nikstch be­trifft, so liegt dies Städtchen in der Herzegowina eine Meile nördlich von der monte­negrinischen Grenze, inmitten eines Bergkessels, zu dem von Bilec aus ein Saumweg durch den Dugapaß hinaufführt. Der Ort besteht aus einem offenen Flecken, der mit einer bloßen Ringmauer umgeben ist, und dem als Citadelle dienenden Schlosse Onogost, das auf einem Bergvorsprung liegt und ein ummauertes, von Eckbastionen bestrichenes Viereck bildet. Der Dugapaß liegt wenige Stunden nordwestlich von Onogost ab. Be­reits Mitte April machte Derwisch Pascha den Versuch, diesen von den Insurgenten belagerten Stützpunkt der türkischen Stellung in der Herzegowina zu verproviantiren, wobei er am 16. April die, den herzegowinischen Rebellen zu Hülfe eilenden Montene­griner bei Krstac und Nosdra schlug. Anfangs Mai machten die Czernagoren einen directen Angriff auf Niksich, wurden aber am 23. von der Besatzung und der Bevölke­rung hinausgeschlagen, wobei sie 400 Todte zurückließen und ein Theil der Vorstädte in Flammen aufging. Mittlerweile rückte Derwisch Pascha zum zweiten Male mrt Pro­viant und Entsatzungstruppen vor. Vierthalb Stunden von Nikstch schlug er sich im Dugapasse bei dem Dorfe Tschesme am 17. und 18- Mai mit den Montenegrinern; erlitt dabei jedoch offenbar, obwohl die Telegramme Omer Pascha's das Gegentheil be- Lauvten eine Schlappe: denn, statt nach Nikstch weiter zu marschiren, ging er auf Bilec zurück und von dort am 24. noch weiter auf Trebinje zu bis Banjani, wo er die, unter Ferik Sali Pascha frisch anlangenden 3000 Mann an sich zog, um jetzt vom Sudwesten aus den Versuch zu machen, das arg bedrängte Nikstch mit Umgehung der Duga zu erreichen. Nicht weit südwestlich von Niksich tritt der Setafluß aus der Herzegowina in Montenegro ein: wenn man aber durch das Setathal gegen Nikstch anrucken will, muß man B“^ei$ , die-rechts abliegende, ungemein feste Position bei dem montenegrinischen Kloster Ostrog, ungefähr zwei Meilen östlich von dem Flusse, im Auge behalten. Dies Felsennest ist in so ferne der stärkste und wichtigste Punct des ganzen Gebirgslandes als den Paß von Slivje, der aus dem oberen Setathale in den Niksicher' Bergkessel fuhrt, eben so die aus dem Setathale über Cranido und Mischke nach Cetruje laufende Straße und endlich auch die Verbindungen zwischen dem eigentlichen Montenegro und den nicht mehr zum Alpenlande gehörigen westlichen Berdas beherrscht — denn es befindet sich gerade

er auf Bilec