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der freien Stadt Frankfurt. z|T^
verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â^Nâ^^^
und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
Jg 130. Dienstag den 3. Juni____________1862.
Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 3. Juni. (Aus Amerika.) Daß die alten Parteien in den Vereinigten Staaten in einem Zersetzungsprocesse begriffen sind, wird wohl Niemand in Abrede stellen, der den Verhandlungen im Congresse vnd den Raisonnements dex bedeutenderen Blätter über die wichtigsten Tagesfragen seine volle Aufmerksamkeit geschenkt hat. Dem Namen nach gibt es wohl noch eine republikanische und eine demokratische Partei, aber beide zerfallen bereits in so scharf abgegrenzte, zum Theil sich geradezu feindlich gegenüber stehende Fractionen, daß sie nur noch in wenigen Fragen ein einiges Ganzes bilden. Die Zeit ist vielleicht nicht mehr fern, wo auch die Namen dieser beiden . Parteien verschwinden und durch die Verschmelzung einzelner Fractionen der einen mit den entsprechenden Theilen der andern Partei neue politische Körper entstehen werden. Wie das deutsche Element in der Union sich nach und nach doch Geltung verschafft, sehen wir aus der Wahl Salomon's in Milwaukee, eines gebornen Deutschen aus der Gegend von Halberstadt, zum Gouverneur des Staates Wisconsin. Auf dem Kriegsschauplätze im Westen ist das Bemerkenswertheste die Concentration der beiderseitigen Streitkräfte in der 'Nähe von Corinth. Das unionistische Missisippi-Corps unter General Pope hat seine Operationen den Strom hinab in der Richtung nach New-Orleans, das jetzt ja ohnehin vom Meere aus genommen worden ist, aufgegeben und ist zum Heere des Generals Halleck am Tennessee gestoßen, wo auch die durch ihre kecken und schnellen Bewegungen Bewunderung erregende Division des Generals Mitchell eingetroffen ist. Der General Halleck befehligt jetzt am Tennessee ein imposantes Heer, aber auch sein Gegner Beauregard, der sämmtliche im Westen zerstreuten Corps der Confödcrirten an sich gezogen hat, gebietet über ansehnliche Streitkräfte. Der Erfolg einer Schlacht, die man jeden Tag erwarten muß, ist also noch sehr zweifelhaft, um so mehr, da Hallek bis jetzt keine Veranlassung geboten hat, auf sein Feldherrntalent ein besonderes Vertrauen zu setzen. Die Mißgunst, mit der er Sigel verfolgt hat, konnte ihm unter den Deutschen keine Sympathieen erwerben. Ueberhaupt ist es merkwürdig, daß, während am Tennessee jetzt die Dinge so zur gefährlichen Entscheidung herangewachsen sind, Sigel aus dem nunmehr ganz unwichtigen Kampfplätze in Arkansas belassen wird, da man doch bei der Hauptarmee sicherlich diesen einzigen bewährten Heerführer jetzt nothwendiger brauchen kann. Wie dort alle Tapferkeit der Truppen an schlechten Generalen scheitern kann, haben wir an Prentiß gesehen, der in der Schlacht bei Pittsburg Landing bekanntlich mit seinen fünf Regimentern von Beauregard gefangen wurde. Jetzt fallen