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der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
JK 117._________Samstag den 17. Mai__________1862.
Ueber bliéf ber Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 17. Mai. (Zur Orientirung bei der Industrie-Ausstellung in London.) Die Zahl der Gasthäuser Londons wird auf 7000 angegeben. Ihre Einrichtung und folgerichtig ihre Preise bieten eben so große Verschiedenheiten, als sich bei den Besuchern Vermögensabstufungen finden. Bon den Hotels ersten Ranges, welche wie beispielsweise Lillymans Hotel in 7 Lawer Brook-Street Grosnevar Square (die englischen Adressen geben gewöhnlich die Hausnummer, die Namen der Straße und des nächsten Squares an), in welchem man für zwei Schlafzimmer und einen Salon zehn Guineen (85 fl.) für die Woche bezahlt, sind Abstufungen gegeben bis herab zu den Speisehäusern, in welchen man die Suppe, eine schwarze Brühe mit unerkennbarem Inhalte, mit 2 Pence bezahlt. Bruekers Hotel, in Finsbury Square, Christophor-Street; ein Zimmer, Frühstück und ziemlich gutes Mittagessen zehn Schillinge (6 fl.) auf den Tag. Deutsche und französische Kellner. Wegen feiner Reinlichkeit und der günstigen, freundlichen Lage sehr empfehlenswert^ nur ist es dem Ausstelluugsgebäude sehr entlegen. Andertons Hotel, Fleet Street 164; das Zimmer 3 Schillinge per Tag (1fl. 48 kr.), in der City, dem Ausstellungsgebäude näher gelegen; in der Nähe ist London Dinner, ein sehr gutes, geschmackvoll eingerichtetes Speisehaus, in welchem man für 3 Schillinge einen ganz anständigen, aus Suppe, Fisch- und Fleischspeisen bestehenden Mittagtisch erhält. Im 3 Stocke dieses Gebäudes trifft man auch, was wir Deutsche in London schwer vermissen, ein bequem eingerichtetes Kaffeezimmer. Der Kaffee beträgt 4 Penny (â 3 kr.). Minder gut ist das Speisehaus „au globe" in Coventry-Street, Leicester Square, in dem man ebenfalls deutsche und französische Bedienung findet und gleiche Preise bezahlt. Ein sehr gutes, nur etwas theueres Hotel ist Morley's Hotel in Charing-Croß, Trafalgar-Square; noch zu nennen sind: Cathedral-Hotel an der Paulskirche, in dem man für Zimmer, Frühstück und Mittagtisch 10 Schillinge gibt, ebenso Queens Hotel, gegenüber der Post, Fentons Hotel in St. James-Street, Thomas-Hotel in Haymarket, vorzugsweise von Deutschen besucht, Hotel de Provence auf Leicester Square, französisch, Wohnung und Tisch 15 Schillinge per Tag rc. Wer längere Zeit in London zu verweilen gedenkt, thut jedenfalls besser, wenn er eine Privatwohuung nimmt, deren man zu 15 Schillinge bis zu 3 Pfund (30 fl.) in der Woche findet. Speisesäle (Dining-rooms) findet man fast in allen Straßen. Getränke sind hier besonders zu bezahlen. Ein Glas Pale Ale, vas bedeutend stärker ist als unser Bier, kostet 2—3 Pence. Raucher sind in London Mel daran. Cigarren einzuführen, ist nicht gerathen, da die Untersuchung ziemlich strenge