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Zntelliaenz-Blatt der freien Madi Frankfurt, ^^^. verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. i

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

4g 87. Samstagen 12. April "l862?

Abonnements auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden vom 1. April beginnend, zu ermäßigtem Semester-Preise von der Expedition angenommen.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 12. April. Den Mittheilungen auS dem mit Frankreich ge­schlossenen Handelsverträge schickt die Nationalzeitung folgende theils auf­klärende, theil« ergänzende Erläuterungen nach: „Die ermäßigten Tarifsätze für die zollverein-ländischen Waaren gelten in Frankreich nur bei der directen Einfuhr zu Lande oder zur See unter der Flagge des Zollv:rein- oder Frankreichs. Frankreich glaubte auf die Bedingung der directen Fahrt seiner Schifffahrtsgesetzzebung und Schifffahrts­verträge wegen, Gewicht legen zu müssen. Für den Zollverein würden daraus große Jnconvenienzen entstanden ssin, wenn der Export aus den beiden für ihn wichtigsten deutschen Hafenplätzen, Bremen und Hamburg, hierdurch von dm Vortheilen des er­mäßigten Tarifs ausgeschlossen gewesen wäre. Preußen drang also darauf, daß die Häfen der Hansestädte an der Mündung der Elbe und Weser in dieser Beziehung den Zollverein-Häfen gleichgestellt (asstmiltrt) würden, und es gelang dies auch nach langem Widerstande Frankreich- in der letzten Periode der Unterhandlungen durchzuführen. AuS derselben Rücksicht wurde die Gleichstellung der Etnfubr über belgische und schweizerische Bahnen mit der direkten gefordert und zugestanden. Die Nothwendigkeit der Ursprungs­zeugnisse besteht auf Seiten Frankreichs so lange, als sein ermäßigter Tarif noch nicht ein allgemeiner geworden ist. Dies wird indeß nicht mehr lange dauern. Ueberdte- Hat Preußen durchgesitzf, daß eine Reihe der wichtigsten Export-Artikel deS ZollveretnS von der Nothwendigkeit der Beibringung von Ursprungszeugnissen ganz befreit wird, und daß die Ursprungszeugnisse nicht der consulartschen Beglaubigung bedürfen. Wenn von preußischer Seite im Allgemeinen ausgesprochen wurde, daß der Zollverein die Ur­sprungszeugnisse überhaupt nicht aufrecht zu erhalten beabsichtigte, so hat die« darin seinen Grund, daß der Zollverein die an Frankreich bewill-gten Tarifermâß gnngen in seinen allgemein geltenden Tarif aufzunehmen beabsichtigt. Indeß h-t sich Preußen vorläufig eine Controle der französischen Einfuhren über belgische und schweizerische Eisenbahnen auSvedungen, die offenbar beweist, daß die Einfuhr belgischer und schweizerischer Waaren al-französische vorläufig verhütet werden soll. Zugleich ist auSbedungeo, daß die er- mäßigten Zollsätze für Eisen und Sisenwaaren, Uhren, Lacke, Sarne, mit Ausnahme der