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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.) ■

75._______SamStag den 29. März________

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Ueberblick der Ereignisse inF Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 29. März. (Zur Situation.) „Garibaldi'« Wirderauftretkn in Italien", sagt die Time-, »zeigt, daß die Regierung Victor Emanuels schwach ist. Unter der starken Hand Cavour's blieb der ritterliche Held der italienischen Freiheit in seiner Einsamkeit zurückgehalten und wurde nur auf die Bühne gebracht, wenn irgend ein große« Unternehmen auszuführen war. Hercules erhielt gefährliche Sendungen und erschien nur, wenn er irgend eine verzweifelte Arbeit vdrnahm, deren Mißlingen ihn ruintrt, aber die Sache Italiens nicht gefährdet haben würde. Ricasoli halte von der Politik seines hohen Meister« genug ererbt, um den großen Geist des augenblicklichen Handeln« nieder zu bannen. Da« italienische Volk glaubte blind an Cavour, und es vertraute Ricasolt, weil er Cavour's Zögling war. Zu Ratazzi haben die feurigen Köpfe Jungitalien« kein solches Vertrauen; die Folge ist, daß Garibaldi wieder auf der Bühne erscheint, daß in Mailand wieder Beleuchtungen, Bankette und Volksgeschret an der Tagesordnung sind, und daß sich rin Nebenparlament gebildet hat, welches povulärer ist, als da« andere, das in der alten Hauptstadt Piemonts tagt. Es ist nicht schwer, die Ungeduld jener Italiener zu begreifen, welche Italien für die Italiener zu erlangen hofften und nun glauben, daß ein Ministerium Ratazzi beinahe nichts Anderes heißt, als Italien für die Franzosen. Unter solchen Umständen ist es kein Wunder, daß brr alte Mazzinismu« wieder sein Haupt erhebt und daß die Mailänder wieder .Rom und Venedig!" rufen. Venedig und Rom! heißt in diesem Augenblicke so viel wie Besiegung Oesterreichs und Frankreich«, und doch ist Italien außer Stande, sich im friedlichen Besitze Neapels zu behaupten. Wenn Garibaldi den Volkshaufen von Mailand ver­spricht, daß Venedig und Rom bald ihr eigen sein sollen, und wenn er von der Macht der Ideen und der Zukunft Italien- spricht, so kann er kaum vrrgess«, haben, wie unmöglich e« ihm ward, Rom zu behaupten, al« er sich im Besitze von Rom befand. Er wenigstens kann nicht so wahnsinnig sein, die zwei größten Militärmächte Europa'« zum Kampfe herau-fordrrn zu wollen. Wenn Italien weise ist, wird er sich lieber gedulden, und warten, bi- es erstarkt ist. - An der