Einzelbild herunterladen
 

Zntelliftenz-Blatt der freien Siadt Frankfurt. ^^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,

und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

.........********.............

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

JS 47. Dienstag den 25. Februar 1862.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 25. Februar. Von unterrichteter Seite aus Berlin wird fortwährend versichert, daß die Anerkennung Italiens im guten Gange sei und etwaige Würzburger Gegen­anstrengungen den Act nicht hindern werden. Die Verwirklichung dieser Nachricht wird überall den freudigsten Eindruck machen und man wird mit der größten Bereitwilligkeit vergessen, daß in der politischen Welt Besorgnisse wegen einer abermaligen Verzögerung laut geworden waxen. — Was Kur Hessen angeht/so war die Zufriedenheit, welche feudale Blätter über die Nachricht einer etwaigen preußisch-österreichischen Cooperation äußerten, nicht geeignet, die über dieses Zusammengehen laut gewordenen Bedenken zu be­seitigen. Nach einer Münchener Correspondenz der Berl. Allg. Ztg. soll man in Groß- deutschland eine Collectiv-Note aller deutschen Regierungen an den Kurfürsten und in zweiter Linie ein weiteres Vorgehen der Bundes-Versammlung im Auge haben. Dafür hofft man Preußen zu gewinnen. Es wird sich zeigen, was davon für das kurhessische Land zu er­warten ist. Dieselbe Correspondenz will wissen, daß die Würzburger Coalition gemeinschaft­liche „Resormporschläge" an den Bund bringen will. Vorher sollen die Reformvorschläge in einer Erwiderung Rechberg's an den Grafen Bernstorfs angekündigt werden. Danach wären wir also mit einer Fortsetzung des Notenaustausches bedroht. Wiederholentlich wird uns übrigens versichert, Mecklenburg habe die Betheiligung an der Coalition mit dem Be­merken aLgelehnt, daß die Reformvorschläge deS Herrn v. Beust durch die preußische Er­widerung als unausführbar nachgewiesen worden wären. — Der Handelsver trag mit Frankreich ist'als abgeschlossen zu betrachten. Die Zollvereins-Regierungen hatten bekanntlich Preußen freie Hand gelassen. Die Procedur dürfte also, wie in änlichen Fällen, die sein, daß nach der nun erfolgten französischen Zustimmung, der Vertrag pargphirt und dann der Form wegen den Zollvereins-Regierungen zur Zustimmung im Ganzen mitgetheilt wird. Die Einleitung dazu ist schon getroffen. Nachdem alle diese Formalitäten erfüllt sind, wird die Auswechse­lung deS Vertrags Statt finden. Im Wesentlichen ist also diese Angelegenheit, die so langwierige und wechselvolle Ihrterhgndlungen herbeigeführt hat, als erledigt anzusehen.

Beta n n t m a ch u n g e ^ 1 Schiller ■ Costume find zu verleihen oher zu verkaufen; im Wochen Hof 3, It Stock.