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Intelligenz-Blatt

der freien MdI Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: anr Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Jtë 43. Donnerstag den 20 Februar 1862.

Ueberblirk -er ^reignrffe im Gebiete der politischen «A- Materiellen Interessen.

Frankfurt, 20. Februar. (Zur materiellen Frage.) An Telegraphen« Linien besitzt Oesterreich 1741 Meilen mit 214 Stationen und 2627 Längenmeilen au Drähten. Eine einfache Etsendrahtleitung kostet im Durchschnitte 1000 fl., an bereits bestehenden Säulen 6—800 fl. pr. Meile. Neue Linien oder Verstärkung in der Zahl der Drähte nach den politischen, administrative» und Handelèbrdürfnifsen werden für das Verwaltungsjahr 1862 beantragt: Wien-Prag, Prag-Pilsen, Bodenbach-Reichen­berg, Freiwaldau-Troppau, Krakau-Tarnow, Przempsl-Lemberg, Triest-Agram, Stein- brük-Sissek, Sissek-Bukovar-Semlin, Wien-Temesvar, Szegedtn-Bezdan, Ragusa-Spalato, Cittadella-Castelfranco, Vicenza Recoaro. Die Gesammt-Auslage für diese Einrichtungen im Jahre 1862 war ursprünglich auf 494,800 fl. veranschlagt, also gegen den Voran­schlag 1861 höher um 308,900 fl. Dagegen wurde aus dem Betriebe der Telegravhen- Linien im Jahre 1862 ein Retnerträgniß mit 402,000 fl., also gegen dem Voranschlag 1861 höher um 83,000 fl. gehofft, und im Ganzen hatte das Institut der Telegraphen außer den wichtigen politischen, militärischen und national ökonomischen Vortheilen auch im Jahre 1862 wieder ein schließliches Retnerträgniß und zwar mit 92 800 fl. an die Central-Finanzen abführen können. Zu diesen internen Telegraphen-Unternehmungen ist aber in jüngster Zeit die Wiederaufnahme einer von den Staatsmännern Oesterreichs schon im Jahre 1855 gepflogenen Verhandlung wegen Herstellung einer unterseeischen Telegraphen-Verbindung zwischen Oesterreichs den Ionischen Inseln und Griechenland gekommen, welche das von Oesterreich zu übernehmende Fragment eines europäisch-in­dischen Telegraphen-Netzes bilden soll. Die Engländer haben bereits ein unterseeisches Telegraphentau zwischen Korfu und Malta gelegt, und beschäftigen sich dermalen, ein solches von Malta nach Tripolis und von da längs der afrikanischen Küste bis Alexandria zu ziehen. Wird von Oesterreich die Linie von Ragusa nach Korfu errichtet und diese, wie es in der Natur der Sache liegt, nach Zante und an das griechische Festland fort- geführt, so erhält Oesterreich und Europa nicht nur einen neuen sehr wünschenswertheu Telegraphenweg nach Konstantinopel und weiter nach Asien, sondern auch, da von Korfu nach Otranto ebenfalls ein submarines Telegraphentau gelegt ist, einen neuen Weg für die Correspondenz aus dem Osten und Norden (Oderberg-Bodenbach) nach Süd-Italien. Die Anlagekosten dieser Telegraphen-Verbindung von Ragusa nach Griechenland wurden auf 98,500 Pfund Sterling oder 985,000 fl. österr. Währung veranschlagt. Die be­stehenden Valuta-Verhiltntffe würden einen Mehraufwand von 330,000 fl. veranlassen. Das Erträgniß kann im ersten Jahre der Anlage, weil der Telegraph noch nicht das