Zntelltgenz-Blatt
der freien Madi Frankfurt verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 276. Donnerstag den 21. November 1861.
Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete -er politischen «n- materiellen Interessen.
Frankfurt, 21. November. Die ministerielle preußische „Stern-Ztg." berichtet: „Vor mehreren Monaten waren wir in der Lage, der in der Press« umlaufenden Nachricht zu widersprechen, daß die commerziellen Verhandlungen zwischen dem Zollverein und Frankreich durch die Haltung behindert würden, welche einzelne Staaten des Zollvereins gegenüber unserer Regierung eingenommen hätten. Wir konnten damals (15. Juli) constatiren, daß keine dieser Regierungen die Legitimation Preußens zur Führung der Verhandlungen bestritten oder in Frage gestellt habe. Seitdem sind in der deutschen, wie in der französischen Presse mancherlei Nachrichten über Gang und Lage dieser Verhandlungen erschienen; es ist bald ihr naher Abschluß, bald ihr naher Abbruch angekündigt, es ist bald diese, bald jene Frage als Stein des Anstoßes bezeichnet worden. Wir haben es nicht für unseren Beruf gehalten, allen diesen Nachrichten, sei es bestätigend oder berichtigend, zu folgen, denn wir würden dies nur haben thun können, wenn wir, dem Herkommen und dem Interesse der Sache zuwider, uns in Mittheilungen über die Etnzelnheiten schwebender Verhandlungen eingelassen hätten. Die unS durch diese Rücksicht auferlegte Zurückhaltung kann uns indessen nicht hindern, uns dem Widerspruche anzuschließen, welchen in diesen Tagen das „Dresdner Journal" gegen die Behauptung französisches Blätter erhoben hat, daß die Verhandlungen, und zwar in Folge des Widerstandes der Zollverbündeten Preußens, gescheitert seien. Diese Behauptung ist in allen ihren Theilen unrichtig. Die Verhandlungen sind, wie schon aus einer neulich von uns gebrachten Notiz erhellt, nicht abgebrochen. Ob sie zu einer Verständigung führen werden, oder nicht, kann erst die Zukunft lehren, welches aber auch ihr Ausgang sein möge, sie find in ihrem bisherigen Verlauf durch einen so hohen Grad der Uebereinstimmung unter sämmtlichen Verein-regierungen sowohl über die leitenden Gesicht-puncte , als über die meisten Detailfragen und, wie das „Dresdner Journal" mit Recht hervorbebt, durch einen so hohenkGrad von Vertrauen der übrigen Verein-regierungen zu Preußen bezeichnet gewesen, daß sie hiermit ein erfreuliches Resultat bereits ergeben haben."
B e k a n n t m a Ä u n g e n.
„ 1407. Cornelia. Taschenbuch für 1861, mit 8 sehr feijn'efnMtahlstiche«
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W. Erras, aIte,Mainzergasse 35.