Intelligenz-Blatt der freien Madl Frankfurt, ^^^. verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. K ----*‘*l,,**>—*—1»**■**■* w (Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 270. Donnerstag den 14. November______1861.
^^“ Inserate, welche den folgenden Tag nach der Aufgabe im Jntelligenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem Weihnachtsfeste, Bormittags von der Expedition erbeten.
VL z^ Abonnements für das Jntelligenzblatt von heute bis zu Ende diefts Semesters, die Zeit, in welcher ebenso nützliche als interessante Weihnachtsanzeigen erscheinen, werden täglich in der Expedition noch angenommen.
Veberblick der Ereignisse im Gebiete -er politischen un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 14. November. (Zur Flottenfrage.) Der Nationalverein hat die Frage nach dem Erlöse auS der versteigerten deutschen Flotte angeregt und scheint einen Versuch machen zu wollen, ob derselbe nicht etwa zum Behuf der Vertheidigung unserer Nord-'und Ostseeküsten verwandt werden könne. Wir vermuthen einesthetls, daß einem solchen Versuche die Meinung von einem verhLltnißmäßig hohen Erträge der Versteigerung der weiland deutschen Flotte zu Grunde liegen dürfte, und glauben andernthetls, daß jene Verwendung auch bet etwaigem guten W llen nicht mehr möglich sein würde. Die Flotte und das ErtrLgniß ihres Verkaufes ist vollständig mit dem damals etnge- leiteten Aqutdationsgeschäft verquickt, durch welches diè verschiedenen Ansprüche auf Ersaß für die seit 1848 gewährten militärischen Leistungen geregelt werden sollten, und hat zudem eine eigene sehr verwickelte Ftnanzqeschichte dadurch gehabt, daß während der Existenz der Flotte die Bedürfnisse für dieselbe nie ausreichend vorhanden waren, vielmehr fast zwei Drittel aus anderweitigen Quellen, wie Vorschüssen einzelner Regierungen und aus den Fchungkfonds, gedeckt werden mußten. Die letztere Summe betrug im Jahre 1853, einschließlich der freiwilligen Flottenbeiträge mit 192,360 Gulden, nicht weniger als 7,328,455 Gulden, die wieder zurückznerstatten und auszugleichen gewesen wären. Dazu reichte aber der Erlös aus der verkauften Flotte bei Weitem nicht hin. Derselbe blieb weit hinter dem im März 1852 für sämmtliche Schiffe (3 Dampffregatten, 6 Dampfcorvetten, 2 Segelfregatten und 27 Kanonenboote) angeschlagenen Werthe von 3,121,765 Güldens zurück, und die einzigen Schiffe, welche den Schätzungswert der Marine-Commission erreichten, waren die von Preußen übernommenen Schiffe „Eckern- fordk" und „Barbarossa", von denen ersteres für 262,500 Gulden rhein., letzereS für