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Intelligenz-Blatt der freien StM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 252. Donnerstag den 24. October 1861.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 23. October. (Die Rhein-Nahebahn). „Während die Brutto- Einnahme des Jahres 1860 aus der damals erst von Ende Mai an vollständig be­fahrenen Bahn sich auf 318,000 Thlr. belief, ergibt das Jahr 1861 bis Ende Sep­tember noch den veröffentlichten MonatS-Ausweisen eine Einnahme von 353,541 Thlr. Mit dem Erträgnisse der drei übrigen Monate des Jahres (in welche Zeit die größeren Kohlentransporte fallen) ist wohl eine Gesammteinnahme von beiläufig 500,000 Thlrn. zu erwarten. Die Betriebsausgaben betrugen im vorigen Jahre 200,000 Thlr., eine Summe, welche die Directton selbst (in ihrem Bericht an die jüngste Generalversammlung) als eine wegen der Neuheit des Betriebs ausnahmsweise hohe bezeichnet. Nehmen wir sie aber auch für das laufende Jahr in gleicher Höhe oder gar noch etwas höher an, so dürfte doch der Ueberschuß hinretchen, um den Bedarf von 270,000 Thlr. für die 4V2% Jahreszinsen des ersten Prioritäts-Anlehens (6 Mill. Thaler) zu decken. Ein solches Ergebniß — das übrigens schon in der jüngsten Regierungsvorlage an die preußischen Kammern in Aussicht genommen ist — müßw für das erste vollständige Be­triebsjahr gewiß günstig genannt werden. Das zweite Priorttäis-Anlchen (2% Mill. Thlr.) erfordert für Verzinsung beiläufig 100,000 Thlr.; ferner sind statutengemäß vor Verthetlung irgend einer Dividende jährlich 60,000 Thlr. in die Reservefonds abzu- geben. Somit würde bei einer die Einnahme von 1861 um mehr als 160,000 Thlr. übersteigenden Jahreseinnahme bereits die Verzinsung der Stammactien aus demBahn- erträgniß beginnen könne». Daß diese Eventualität schon im nächsten Jahre eintretrn werde, scheint uns eine keineswegs gewagte Voraussetzung. Die Rhein Nahebahn ist noch immer im Stadium der Entwickelung begriffen und gelangt erst allmälig in den vollen Besitz ihrer Betriebsmittel. Die Hafen- und Traject-Anstalt bei Bingerbrück wird eben erst in Angriff genommen; die Trier-Luxemburger Bahn konnte seit ihrem kaum zweimonatlichen Bestehen ihren Einfluß noch nicht geltend machen; ein neuer Anschluß steht durch den nun gesicherten Bau einer Bahn von Kaiserslautern durch das Alsenthal nach Kreuznach bevor."