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der freien Stadt Frankfurt, /S^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
^V. 238. Dienstag den 8 October , 1861.
Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.
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Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 8. October. In Parts ist so eben bei Amyot eine Broschüre erschienen, welche der Brüsseler Correspondent der „Kölner Zeitung", wie sie angibt, einem sehr hohen Verfasser zuschreibt. Wir geben in Folgendem einen gedrängten Auszug aus dieser Broschüre. — „Die Agitationen des Nationalvereins, die Flottensammlung, die Würzburger Conferenzen u. s. w. sind Symptome eines Fiebers, das Deutschland bewegt. Wollen wir gewissenhaft zu Werke gehen, so müßten wir eigentlich erstaunt sein, daß gegenüber so vielen Drohungen von Setten der französischen Vaterlandsliebe, sie der deutschen ihr Mißtrauen nicht noch lebhafter an den Tag gelegt hat. Der Rhein ist von den Franzosen erobert; der Besitz dauerte aber nicht lang genug, daß er auch in der Gesinnung französisch hätte werden können. Nun aber betonten Politiker und Geschichtschreiber die natürlichen Grenzen. Nachdem Nizza und Savoyen sich durch das allgemeine Stimmrecht dem französischen Reiche hingegeben, glaubte Deutschland, daß bei den Franzosen der Geist der Eroberung wieder wach geworden; es glaubte, daß auch die französische Schweiz, das linke Rheinufer und Belaten demnächst erobert werden sollten. Man gab diese Gelüste nicht der französischen Nation, sondern der Regierung Schuld, obschon die Letztere sich möglichst bemühte, diese Besorgnisse zu zerstreuen. Die Regierung hat beständig dem Norden Deutschlands Beweise ihrer Freundesgesinnung gegeben; ein Zeichen derselben sind die Unterhandlungen über einen Handelsvertrag. Der Kaiser hat in öffentlicher Rede erklärt, die Wiedereroberungen könnten sich nicht auf all« ehemaligen Grenzen erstrecken; der demnäckstige Besuch des Königs von Preußen wird das bereits geknüpfte Freundschaftsband fester schließen. Der Rhein ist keineswegs eine natürliche Grenze; Flüsse sind Straßen, und diese schaffen Beziehungen zwischen den Uferbewohnern, können aber keine gute Grenze abgeben. Schiffbare Flüsse sind auf beiden Ufern immer vom nämlichen Volke bewohnt, nirgends gehört das eine Ufer einem