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JutelltgenzBlatt

der freien MdI Frankfurt, zfT^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, I&sSg^

und den Fraukfurter Nachrichten als Extrabeilage. V

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^U 236. Samstag den 5. October 1861.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

^M- Abonnements auf die drei vereinigten Blätter, Intelligenz- blatt, Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten, werden noch für dieses Semester täglich in der Expedition zu ermäßigtem Preise an­genommen.

Ueberbliek der EreignMe im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

1 Frankfurt, 5. October. Fädrelandet schließt in seiner Nummer vom 30. September eine Reihe von Artikeln über die deutschen Einheitsbestrebungen ab, in wel­chen die deutsch-nationale Bewegung mit einer an der dänischen Presse bisher ganz un­gewohnten Unbefangenheit ihrer ganzen Bedeutung nach gewürdigt wird. In dem letzten Artikel weist das Blatt auch geradezu auf die verkehrte Ansicht hin, welche über jene Bestrebungen in Dänemark herrsche (und freilich in nicht geringem Maße durch Fädrelandet selbst hervorgerufen und genährt worden ist), indem es sagt: „Wir glauben, daß man dieses Streben nicht so leichtfertig und höhnisch abwetsen kann, wie man dies seither gethan. Es ist in hohem Grabe wahrscheinlich, daß der deutsche Einheitsgedanke in einer nahen Zukunft schon eine kräftigere und bestimmtere Gestalt annehmen toirb." Begründet wird diese Behauptung durch die Thatsache, daß alle deutschen Regierungen bie Berechtigung und Nothwendigkeit der Einheit anerkennen, wenngleich sie noch in zwei große Gruppen (Preußisch-gesinnte und Würzburger) sich scheiden; ferner durch die große Ausbreitung, die der Nationalverein gewonnen, der „nicht etwa allein aus Pro­fessoren und Literaten besteht;" durch den Beitritt der in Deutschland so viel geltenden Juristen, sowie durch den noch wichtigeren des Handelsstandes zur Förderung der Ein- heitStdee, und endlich durch den Geist, der sich in den zahlreichen Sänger-, Turner- und Schützenverètnen kundgibt, die den „Stern des Volkes" umschließen. Nackdem nochmals éin Blick auf den Umschlag geworfen worden, der in Folge des Regierungsantritts von König Wilhelm in ganz Deutschland eingetreten, wird von der Zögerung Preußens, sich an die Spitze der nationalen Bewegung zu stellen, gesagt, daß sie nicht als unzeitgemäße Zaghaftigkeit angesehen werden dürfe, auch nicht mit dem Mangel an tüchtigen Staats­männern entschuldigt zu werden brauche, denn diese würden durch ihre Zett hervorge­rufen, letztere aber niemals durch die Staatsmänner geschaffen; vielmehr habe sich daS