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Intelligenz-Blatt

der freien SM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 220. Dienstag den 17» September 1861.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 17.September. (Vierter volkswirthschaftlicher Congreß.) Der volkswirthschaftltche Congreß in Stuttgart schloß mit dem Festdiner tm großen Saale des Königsbaues, wo die Thetlnehmer desselben nach einem fröhlich verlebten Abend sich etwa um Mitternacht von einander verabschiedeten, jeder mit dem Versprechen, auf dem betretenen Pfade die Entwickelung eines gesunden wirthschaftlichen Lebens im Staat und der Gesellschaft zu erstreben, fortzufahren, und jeder in der angenehmen Hoffnung, die durch mehrtägigen innigen Verkehr liebgrwonnenen Freunde auf dem nächstjährigen Kongreß sämmtlich wiederzufinden. Beim Festesten selbst herrschte ein sehr ungezwunge­ner, heiterer und gemüthlicher Ton, der auch in den ausgebrachten Trinksprüchen zu Tage trat. Dr. Braun von Wiesbaden verglich die Zustände des heutigen Schwabens mit denen zur Zeit Eberhards im Bart, hob hervor, daß, wo damals wilde Wälder sich befanden, heute blühende Fluren das Land bedecken und schloß mit einem Hoch auf den König von Würtemberg, dessen Bestrebungen zur Hebung des Wohls des Volkes daS Land so viel verdankt. Finanzrath Hopf von Gotha trank auf daS Wohl deS Kronprinzen. Director v. Steinbei« erwähnte, daß er, der als Präsident des Local-r comitöS die Versammlung bei Eröffnung des CongreffeS begrüßt, nun in demselben Raume den Mitgliedern desselben auch Adieu sagen wolle. Der Congreß habe manchen guten Samen ausgestreut, und wenn auch nicht aller auf sxuchtbaren Boden gefallen, so werden die guten Früchte desselben doch nicht ausbleiben. Geh. Leg.-Rath von Eg- loffstein trank auf das Gedeihen der Wirksamkeit des volkswtrthschaftlichen CongreffeS. Max Wirth erbat sich von den schwäbischen Gastfreunden die Erlaubniß, in ihrem Namen einen fremden Gast zu begrüßen und damit zugleich den Wunsch auszudrücken, daß die deutsche und die französische Ration sich die Hände reichen möchten, damit künftig der einzige Streit, der vorkommen könne, nur noch im Wetteifer in Industrie, Kunst und Wissenschaft bestehe. In diesem Sinne schlage er ein Hoch auf Garnier PagèF auS Paris vor. Dieser antwortet« in französischer Sprache, er habe im Heidelberg deutsche Männer über das Wohl des Vaterlandes sich berathen sehen, yeAhe den Beruf dazu aus ihrem eigenen Herzen geschöpft hätten. In Dresden habe er dem Jurtstentog beigewohnt, der es sich zur Aufgabe gemacht, alte Gesetze zu reformiren und die Gesetz­gebung überhaupt mit den Fortschritten eines erleuchteteren Zeitalters in Einklang zu bringen. Hier in Stuttgart habe er sich in den Berathungen des volkswtrthschaftlichen CongreffeS von den außerordentlichen Fortschritten überzeugt, welche Deutschland auch