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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, zfT^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. ^

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

JK 214. DienSLag den 10. September 1861.

LbonnementSpreiS für'- halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. EtnrücknngSgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

IM- Abonnements auf die drei vereinigten Blätter, Intelligenz- blatt, Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten, werden täg­lich in der Expedition angenommen, und sind noch einige Exemplare dieses Semesters zum Completiren vorhanden.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politische» und materiellen Interessen.

Frankfurt, 10. September. Nach der soeben erschienenen Rang- und Quartier­liste pro 1861 zählt die preußische Armee 1 General-Feldmarschall (v. Wrangel), 1 Ge­neral-Feldzeuqmeister (Prinz Karl), 31 Generale, 36 Generallieutenants, 68 General­majors, 77 Obersten, 21 Oberstlieutenants und 495 Majors des Infanterie-, 18 Obersten, 21 Oberstlieutenants und 106 Majors des Cavallerie-, 14 Obersten, 20 Oberstlieute­nants und 67 MajorS des Artillerie-, 6 Obersten, 7 Oberstlieutenants und 34 Majors der Ingenieur-Corps und 1 Obersten und 3 Majors des TrainS. — Der Geh. Reg.-Rath z. D. Herr Kerst hat den Zeitungen einen Aufruf zugehen lassen: „Der deutsche Patriotismus erhebe sich zu einer großen That," worin er zur Selbstbtsteuerung für Herstellung eines Kriegsschiffes auffordert. Wir entnehmen dem Aufruf folgende Stellen: Aller Orten in Deutschland beginnen Sammlungen für eine deutsche Flotte, die unter dem einheitlichen Befehl Sr. Majestät des Königs von Preußen stehen soll. Jeder wahre Vaterlandsfreund begrüßt diesen neuen Aufschwung mit Freu­den. Derselbe wird aber nach den bet den Sammlungen von 1848 gemachten Erfah­rungen nur dann ein des deutschen Volkes würdiges Ergebniß liefern, wenn unter den Einwohnern der Städte der Geist der alten Hansa wieder auflebt und wenigstens jede der großen und mittleren Städte ein ihrem Reichthum« entsprechendes Kriegsfahrzeug bohr- und segelfertig hinstellt. Wenn die brasilianische Stadt Bahia, die kaum so groß und bedeutend als Breslau und Köln sein dürfte, in den zwanziger Jahre« ihrem Kaiser ein Linienschiff als patriotische Gabe darbringen konnte, so werden doch wohl Städte wie Berlin und Hamburg je eine schwere Schraubenfregatte auf 50 bis 60 Kanonen gebohrt (im Kostenpretse von 600,000 bis 800,000 Thaler), Städte wie Breslau, Bremen, Köln, Frankfurt am Main, Leipzig, Königsberg, Danzig, Stettin, Lübeck u. s. w. je eine Fregatte oder wenigstens eine