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Zntelligenz-Blatt

der freien Sindt /rünkfnrt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden und den Fravlsurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthsusgaffe 21.)

M 196: Dienstag den 20. August 1861.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags Linrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

MM- Abonnements auf die drei vereinigten Blätter, Intelligenz- blatt, Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten, werden täg­lich in der Expedition angenommen, und sind noch einige Exemplare vom ersten Monate dieses Semesters zum Completiren vorhanden.

Ueberbliök der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 20. August. Die „Kreuzzeitung" hatte aus den letz­ten dänischen Depeschen herausgelesen, daß zu der vorläufigen gütlichen Verständi, gung der Preußische Minister v. Schleinitz die Initiative ergriffen habe. Das mini­sterielle Blatt bemerkt dagegen, daß die „Kreuzzeitung" doch dann erst urtheilen möge, wenn sie eine bessere Kenntniß des Thatsächlichen habe. In der „Epen. Ztg." ist nun eine öfficiöse Darlegung des Ganges der Verhandlungen erschienen, in welcher darauf & Lesen wird, daß, nachdem der Bund schon im Jahre 1857 die Exemtion gegen iark beschlossen, und nach den bekannten Zwischenfällen diesen Beschluß am 7. Febr. 1861 Mit Hinzufügung eines bestimmten Termins erneuert hatte, die englische Regie­rung ihr unausgesetztes Streben darauf richtete, ein Arrangement zu ermöglichen, durch welche« der Execution und einem blutigen Conflicte zuvorgekommen werden könnte. Be­greiflicher Weise stand die Englische Politik immer mehr auf Sette der Dänen als der Deutschen, und namentlich bemühte sich Lord John Russell, den Streit vor das Forum einer europäischen Conferenz zu bringen. Dies lehnte Herr v. Schleinitz, ganz entschie­den ab, gab aber, um den Wünschen Englands und Überhaupt der europäischen Mächte so viel, als sich mit der Ehre Preußens vertrüge, zu willfahren, die Erklärung ab, daß die Bundes-Execution vorläufig vertagt werden könnte, wenn sich die dänische Regierung ent­schließen wollte, in Betreff des holsteinischen Budgets die nachher zugestandenen, genügend be­kannten Concessionen zu machen. Nicht Herr v. Schleinitz also, sondern die englische Regierung hat die Initiative ergriffen. Im Uebrigen macht der officiöse Artikel darauf aufmerksam, daß der Conflict nicht beseitigt, sondern nur vertagt sei. Je mehr sich Dänemark be­müht habe, seiner Erklärung durch die Fassung der Depesche vom 29. Juli möglichst den Character einer vorläufigen Maßregel von kurzer Dauer zu geben, desto mehr habe es sich auch Preußen angelegen sein lassen, der Sistirung der Execution von Bundes-