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ZMeMgeaz-Watt der freien Stadt Frankfurt, /ßM verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â^^^A und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Gcistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 146.______Samstag den 22. Juni 1861.

Ueberbliek der CreignLffe Lm Gebiete -er politischen und materiellen Interesse«.

Frankfurt, 22. Juni. AIs man am 25. April in einer Depesche die Stellung Preußens zu dem Würzburger Entwurf darlegte und vier Tage vorher ein vertrauliches Aktenstück an die preußischen Gesandten vorausgehen ließ, welches letzteren als Instruc­tion dienen sollte, dachte wohl Niemand daran, daß die Würzburger Regierungen eine so unfreundliche Haltung gegen Preußen jemals annehmen würden, wie sich jetzt herans­gestellt hat. Die preußischen Vorstellungen und Einreden waren, trotz mancher bösen Erfahrungen, von Wohlwollen und Freundlichkeit getragen , in keiner andern Absicht, alS um möglichst viele deutsche Regierungen für dieselben Entwürfe und Pläne zu ge­winnen, die daS Feuer der Kritik bestanden hatten und mit Recht für annehmbar in jeder Beziehung gelten müssen. Jedoch nichts ist erreicht, und es läßt sich ebensowenig an, alS werde die nächste Zukunft eine bessere Gestaltung der Dinge herbeiführen. Die Conflicte zwischen den Würzburgern und Preußen datiren namentlich vom 2. Mai, an welchem Tage daS Preußische Cabinet seinen vermittelnden Vorschlag an den Bund bringen ließ. Man erklärte mit großer Unumwundenheit gegenüber dieser Concession an das mittelstaatliche Sager, die Annahme des preußischen Antrags sei für den Fall gesichert, daß Preußen seinen Widerspruch gegen den Conventtons-Entwurf aufgebe; lege es der mili­tärischen Einigung der Mittelstaaten fernerhin nicht mehr Schwierigkeiten in den Weg und er­kläre es sich namentlich mit der Verschmelzung des 7., 8. und 9. Bundes-Armeecorps einver­standen, so solle dann Preußen bei gemeinsamen kriegerischen Actionen von der Ent­scheidung des Bundes in Sachen der Oberfeldherrenwahl entbunden werden. Kurz, die Annahme dieses VermittlungsvorschlagS wurde abhängig gemacht von der Gutheißung deS Würzburger Projects, an dem mit verbissener Zähigkeit festgehalten wird, obwohl, nach der Spannung zu'schließen, die unter den Mittelstaatlichen Regierungen herrscht, auf nennenswerthe Resultate doch wahrlich nicht zu rechnen ist. Hannover und Beyern sollen uneins sein, weil Graf Borries nicht Bayern sondern Würtemberg seine Stimme bei Wahl des Oberfeldherrn hat geben lassen; von andern Zerwürfnissen ganz zu schweigen, die bei Berathung des Details wiederholt stattgefunden haben. Möglich, daß bet den thatsächlichen Schwierigkeiten, mit denen die Würzburger zu kämpfen haben, ihre ganzen Pläne im Sande verlaufen. Und Angesichts solcher Zustände sollte Preußen von seinen besseren, weil nationalen Bestrebungen ablassen? Wir Hessen, es wird mit größerer Kraftanstrengung durchzusetzen versuchen, was ihm durch Entgegenkommen und Wohlwollen nicht gelungen ist und nie gelingen wird.