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der freien Madi Frankfurt, ^^^
»erbunben mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition: am Gekstpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 134._______Samstag den 8. Juni_________1861.
Ueberblèck der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interesse«.
Frankfurt, 8. Juni. Die „Preuß. Z." bezeichnet in einem längeren Artikel die Grundsteuer- und die Militär-Reform als die vornehmsten Aufgaben, die in der eben geschlossenen Landtagsperiode ihren Abschluß gefunden, und fährt dann fort: „Daß Preußen den Anforderungen der heutigen Weltlage gegenüber mit seiner früheren Militär-Organisation nicht mehr ausreichte, darüber besteht wohl selbst bei den entschiedensten Gegnern der neuen Organisation in diesem Augenblick kein Zweifel mehr. Die längere Beibehaltung der älteren Organisation war aus Gründen der inneren und äußeren Politik unmöglich. Aus Gründen der inneren Politik: weil die werthvollste Grundlage unserer Militärverfassung, die allgemeine Wehrpflicht, bet der mit der gesteigerten Volkszahl in keinem Verhältniß mehr stehenden geringen Anzahl der Cadres der Linie verloren zu gehen drohte. Aus Gründen der äußeren Politik: weil mit dieser zu schwachen Linie Preußen seinen Aufgaben als Großmacht nicht mehr genügen konnte. Die ältere Heeres-Organisation konnte als ein Muster gelten, wie sie denn als solches lange gegolten hat, unter Verhältnissen, welche, obwohl noch nicht weit hinter uns liegend, in der jetzigen Weltlage kaum noch zu erkennen sind. In der Zeit, von welcher wir reden, war der Ausspruch eines englischen Staatsmannes: „Schlaget den Ersten nieder, der die Ruhe Europa's stört/ in der That der leitende Grundsatz ix der großen Politik. Der Jnstinct der Selbsterhaltung legte den, durch eine furchtbare Kriegs- Epoche tief erschöpften Völkern und Cabinetten jenen Grundsatz als oberstes Gebot auf, und jedenfalls hatte Preußen die Aussicht, jede etwaige Kriegsgefahr im Verein mit sichern Allitrten zu bestehen. Weit ab und bis zur Unkenntlichkeit den Blicken entfernt liegt heute dieser Zustand Europa's! Wie sehr auch der heutigen Gesellschaft mit ihrer außerordentlich gesteigerten Industrie und Handels - thättgkett die Erhaltung des Friedens ein Bedürfniß scheint, die unbedingte Scheu vor einem großen Kriege, welche die Epoche zwischen dem ersten und dem zweiten französischen Kaiserreich kennzeichnet, ist mit den beiden Kriegen des letzteren auS der Gegenwart verschwunden. Die europäische Staatengesellschaft ist wiederum in eine kritische Epoche getreten." . . . Wir denken, diese Betrachtung genügt, um darzuthun, daß eine bloß auf die Defensive berechnete Heeres-Verfassung für Preußen einstweilen nicht mehr ausreicht, auch wenn die Regierung nicht mehr im Stande ist, dem Lande einen Feind zu zeigen, gegen welchen heute oder morgen marschirt werden soll. Wir denken die Erinnerung an diese politischen Verhältnisse genügt, um den Minister des