Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Intelligenz-Blatt der freien MM MWWH z^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,

und den Fra Marter Nachrichten als Extrabeilage.

-- o®«ee»eee®@*<W^a4.»*»e ---- ^

e (Expedition: am GclstpfSrtcherr, Schlachthausgaffe 21.)

98 Donnerstag den 25. April 1861.

Ab^onnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Wontags. 'Einrückunasgebübren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Aâ

"Öy Abonnements bis z« Ende dieses Semesters werden täglich zu ermäßigtem Preise von der Expedition angenommen

UebevblLA der GreigniM im Webiete der politische« und maLerielle« Interessen.

Frankfurt, 25. April. In einer Oberhaussitzung zu London besprach Lord Ellenborough die Lage der Dinge im päpstlichen Gebiet, wobei er zugleich seine Freude über die Begründung des Königreichs Italien ausdrückte. Aber so lange Rom nicht zum neuen Königreich gehöre, fehle der Schlußstein am Gebäude. Dies päpstliche Gebiet sei so klein, daß man es von der Kuppel von St. Peter ganz überschauen könne, und doch sei es wichtig genug, um die Vollendung des großen Werkes der italienischen Consolt- dirung aufzuhalten. Wenn er den Wunsch hätte, Frankreich täglich in Italien verhaß­ter oder die französische Regierung täglich bei der französischen Geistlichkeit unpopulärer werden zu sehen, so würde er für die fortdauernde Besetzung Roms durch die Franzosen sein. Thatsächlich, obwohl nicht absichtlich, habe die Gegenwart der französischen Truppen in Rom die Wirkung, der italienischen Demokratie Vorschub zu leisten, den Papst zu erniedrigen und die constitutionelle Entwicklung der Halbinsel zu hindern. Die Politik des französischen Kaisers in Rom sei eben eine Halbheit, und Halbheiten führten nie zum Ziele. Frankreich hätte so weit gehen können zu erklären, daß der ganze Kirchen­staat dem Papst erhalten werden solle. Es wäre dies ein starker Schritt gewesen, aber ^ ss ihn nicht gleich Anfangs gethan, so sei es nun zu spät dazu. Die französische Geistlichkeit, die mit dem Papst svmpathrsire, sowie die Geistlichkeit anderer katholischer Länder verlange nicht, daß der Papst in seiner fetzigen Stellung erhâi werde — es wäre ihr damit gar nicht gedient — sondern daß man ihm alle seine Besitzungen zurück- Eerk. Dres jedoch sei eine Unmöglichkeit. Gegenwärtig könne der Papst sein geist­liches Amt nicht verwalten, während seine weltliche Regierung ihm aus der Hand ge­nommen sei; gewiß aber wünschten alle römisch-katholischen Christen vor Allem, daß oem Papst als geistlichem Haupt der Kirche eine vollkommen unabhängige Stellung ge- sichert werde, was durch eine Garantie der katholischen Großmächte Europas zu geschehen

Redner ?â dann auf die Frage wegen Venetiens, und bemerkte, daß dies Gebiet Oesterreich gewährleistet worden sei zum Lohn für die während der Revolution?-