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Intelligenz-Blatt der freien MM Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörde«, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Txped^ion- .am Misipförtchen, Lchlachrhausgasie 21.)

Jg 96 Dienstag den 23. April 1861.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30h. Tägliche Ausgabe außerMontags. Linrückunas gebühren: 6 kr. für die ganre, 3 fr. für die getvaltene Zeile.

..... ..... 1 .......- '" ------------— ------------------- ■ ........— MW" Abonnements bis zu Ende dieses Semesters werden täglich zu ermäßigtem Preise von der Expedition angenommen.

Neberbliek der GreLgniffe im Gebiete der politische« und materiellen Interessen.

Frankfurt, 23, April. Die Wege des Verkehrs sind auch die Straßen der Heere, und deßhalb dürfte der nachstehende Bericht über die Befestigungen bei Kehl, und die militärischen Rücksichten, welchen man beim Bau der jetzt dem Verkehr über­gebenen neuen Eisenbahnbrücke Rechnung getragen, wohl Anspruch darauf machen, in einem politischen Blatt Aufnahme zu finden. Die Brücke selbst liegt nur etwa 100 Schritte unterhalb der bisherigen Pontonbrücke, der Straßburger Citatelle gerade gegen­über, etwa 2400 Schritte von derselben entfernt, offenbar an dem Punkt, welcher für Frankreich aus militärischen Gründen der wünschenswertbeste war; sie hat nur vier Wafferpfeiler und zwei Landpfeiler und ist im Ganzen 800 Fuß lang, da die Wasser­pfeiler je 200 Fuß von einander entfernt sind, die Landpfeiler aber je 100 Fuß von den Wafferpfeilern. Als eiserne Gitterbrücke ist sie durch Geschützfeuer leicht zu zer­stören, und wegen der großen Spannung schwer wiederherzustellen. Die Befestigungen, welche Baden, um den Gebrauch der Brücke im Kriegsfall verhindern zu können, gegen­wärtig aufführt, bestehen aus drei durch eine Mauer mit einander verbundenen Theilen, nämlich einem mit (Safematten an beiden Seiten versehenen Brückentbor, von wo aus die Brücke ihrer Länge nach mit Kleingewehrfeuer bestrichen werden kann, und welches zugleich eine Sperrung der Brücke am deutschen Ufer abgibt, und zwei casemattirten Batterien, welche oberhalb und unterhalb der Brück« dicht am Rhein liegen, und zu deren Zerstörung durch Geschützfeuer bestimmt sind. Jede dieser Batterien ist etwa 400 Schritte vom deutschen Eingang der Brücke entfernt, und für vier casemattirte schwere Geschütze eingerichtet. Sie haben die Eigenthümlichkeit, daß sie auf der gegen Straß­burg gekehrten Seite von einer Ecdumfaffung ganz verdeckt sind; die Verlängerungen der Schußlinien fallen in den Rhein, so daß es schwer sein dürfte, die beiden Batterien vom jenseitigen Rheinufer aus zum Schweigen zu bringen.