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der freien Stadt Frankfurt, zS^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehördeit, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. (

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(Expedition: am Gcistpförtchen, Schlachthausgasie 21.)

JS 64 Samstag den 16. März 1861.

Abonnementsprets für's halbe Jahr 2 fL 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der EreiguMe im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 16. März. Nachrichten aus Konstantinopel zufolge hatte sich dort die Lage gebessert. Englische Oesellschaften haben sich erboten, die Anleihe, welche durch die Katastrophe Mirè's so gut wie gescheitert ist, wieder in Angriff zu nehmen. Die Türkei beharrt bèi ihrem Widerstande gegen die Verlängerung der französischen Occupafion in Syrien auf unbestimmte Zeit. Gegen die räuberischen Ausfälle der Montenegriner soll eingeschritten werden. Zu diesem Behufe ist ein Theil der Land­wehr einberüfen, und die Sendung von Kriegsschiffen nach dem adriatischen Meere hängt damit zusammen. In Montenegro regt es sich selten, ohne daß irgend eine auswär­tige Hand dabei im Spiele wäre. Man will dort einen Herd erhalten, der im gegebenen Moment für andere Zwecke nützliche Dienste leisten soll. Inzwischen ist durch die ver­öffentlichten Erklärungen von Klapka und Türr bestätigt, daß die Führer der ungarischen Emigration den Augenblick für einen Aufstand in Ungarn als ungünstig ansehen. — Der Artikel des Constitutionnel über die englische Allianz ist eine abermalige Wider­legung der von leichtgläubigen Orleanisten und Legitimisten in Paris verbreiteten Ge­rüchte über ein bevorstehendes russisch-französisches Bündniß im Orient. Es war davon auch nur in einigen pariser Correspondenzen, nicht aber in der Wirklichkeit die Rede. — In der politischen Welt hieß es, die Bauern-Emancipation werde in Petersburg in den nächsten Tagen proclamirt werden.—Es ist jetzt so gut wie sicher, daß Dänemark seine» Widerstand gegen die Ablösung des Stader Zolles aufgegeben hat. Von Schweden verlautet daffelbe.— Es wird bestätigt, daß die holsteinischen Stände die dänischen Vorlagen, die sogar in Petersburg und London einen ungünstigen Eindruck gemacht haben, ablehnen werden. Die Stände haben ihr gutes Recht für einige Schein Con­cessionen nicht opfern wollen; sie haben etngesehen, daß eine Preßfreiheit, die der Him­mel weiß wann eintreten soll, daß ein Vereinsrecht mit der Befugniß der Verwaltung, jeden Verein aufzulösen, daß endlich die Religionsfreiheit in einem Lande, wo etwa wenige hundert Katholiken und Israeliten wohnen, sehr zweifelhafte Garantiern bieten, so lange der Gesammtstaat bestehen bleibt, die Dänen die Majorität im Reichsrath behalten und der überwiegend größte Theil des Budgets von Kopenhagen aus octroyirt wird. — In allen Kreisen der holsteinischen Abgeordneten, sowohl bei dem Adel, als auch den Städtern