Zntelliftenz-BIatt der freien Madi Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
M 58. Samstag den 9. März 1861.
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Uederbliek der Ereignisse Lm Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Krankf«rt, 9. März. Unter den Regierungen, die Dänemark gerathen haben, in der Sache der Herzogthümer nachzugeben, wird auch Schweden genannt. Daß England, Frankreich und Rußland auf die Vorlage des Budgets von 1861 an die Stände, damit sie über den ihnen zufallenden Theil Beschluß fassen, gedrungen haben, ist zuverlässig. ES beweist dies, nebenbei gesagt, von Neuem, daß von der Anerkennung einer etwaigen Blokade in Folge deS Bundesbeschlusses Seitens der Mächte nicht die Rede sein kann, da sie sonst in Widerspruch mit sich selbst gerathen würden. Was die besprochene österreichische Depesche in Kopenhagen angeht, so ist darüber, wie es scheint, in preußischen Kreisen nicht- bekannt. Daß Oesterreich in der holsteinischen Sache einen Schritt ohne Wissen Preußen- habe thun wollen, ist nicht wohl anzunehmen. Es Han. delt sich also wahrscheinlich um eine Instruction an den österreichischen Gesandten in Kopenhagen, die Vorstellungen, daß Dänemark den Forderungen des Bundes gerecht werde, eindringlich fortzusetzen. Nachträglich hört man, daß, als England im vorigen Sommer Dänemark Vorstellungen gemacht hatte und der englische Gesandte Sir Paget sich nach London begeben wollte, der Minister Hall ihm sagte, Dänemark könne wohl in Schleswig einige Concessionen machen, das aber, was der Bund verlange, weder dort noch in Holstein zugestehen. Bet den späteren Verhandlungen mit England ist Dänemark im Wesentlichen hiervon nicht abgegangen.—Die Bundesversammlung hat eine Frist von sechs Wochen zur Einholung von Instructionen in Betreff der Anträge des.Militärausschusses festgesetzt. Es entspricht dieses Zeitmaß, wie unS scheint, nicht eben der Dringlichkeit, welche die Reform der Bundes-Kriegsverfaffung inmitten der obwaltenden Verhältnisse Europa's erheischt und «S stimmt dasselbe auch nicht mit dem Eifer überein, welchen die Mittelstaaten rücksichtlich dieser Sache zur Schau getragen haben. Hierbei ist zu bemerken, daß der Referent sogar eine achtwöchentliche Frist beantragt hatte. Der preußischen Regierung blieb daher nur übrig, dem Anträge Oesterreichs, der auf sechs Wochen lautete, zuzustimmen, um wenigstens die Verschleppung in etwas zu ver- mindern. — Nicht nur Frankreich, Rußland und England, sondern auch Schweden, auf dessen skandinavische Sympathien Dänemark bekanntlich sich große Rechnung macht, haben in Kopenhagen dringend angerathen, die gerechten Ansprüche Hol»