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ZnteHigenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, zfT^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 28 Samstag den 2. Februar 1861.

UEsS^t“ Abonnements für dieses Semester werden noch mit Nach- lieferung bereits erschienener Nummern in der Expedition angenommen, es wird jedoch um bald gefällige Bestellung gebeten, weil nur wenige complete Exemplare noch vorhanden sind.

Ueberblick des Ereignisse im Gebiete -er politischen und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 2. Februar. Was die „Deutsche Allg. Ztg." als Entwurf der Antworts­adresse der Preußischen Abgeordneten auf die Thronrede mittheilte, war, wie sich jetzt ergibt, unecht. Die Berliner Blätter theilen nunmehr den wirklichen Entwurf mit. Derselbe lautet: Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König! Allergnädigster König und Herr! Eurer Königlichen Majestät nahen sich die Abgeordneten des Preußischen Volkes in Hingebung und Treue! sie nahen sich in wehmüthiger Trauer und hoffnungsreicher Zu­versicht. In dem Heimgegangenen Königlichen Herrn, in welchem Eure Majestät den geliebten Bruder beweinen, hat das Land den Herrscher verloren, dessen hoher, frommer, Königlicher Sinn für das Edle und Gute erstrebte. Das Preußische Volk wird nie vergessen, mit welcher Treue der verklärte Monarch seinem Volke und seinem Berufe angehörte, und die Geschichte wird es verzeichnen, daß Friedrich Wilhelm IV. den festen Grund verfassungsmäßiger Freiheit in Preußen gelegt. — Zu Eurer Königlichen Ma­jestät wendet sich trostvoll unser Blick. Die Regentschaft hat den echten Sohn des Hohenzollern'schen Herrscherhauses bewährt, sie hat Preußen im Innern gestärkt, sein Ansehen in Deutschland, in Europa gehoben. Das Land sagt Eurer Majestät für dieses Königliche Walten den aufrichtigsten und ehrfurchtvollsten Dank und freut sich der Ver­sicherung, daß die Grundsätze des Regenten, durch die Erfahrung erprobt, auch die des Königs sein werden. Wir wissen aus Eurer Königlichen Majestät eigener Erklärung, daß Allerhöchstdieselben nie aufhören werden, die Verfassung und die Gesetze des Landes zu schirmen und die sorgliche und bessernde Hand da anzulegen, wo Willkürliches und gegen die Bedürfnisse der Zeit Laufendes sich zeigt. Wie wir demzufolge mit freudiger Zustimmung die Männer begrüßt, mit denen Eure Königliche Majestät den Thron um­geben haben, so hegen wir auch das Vertrauen, daß Eurer Königlichen Majestät Re­gierung bestrebt sein wird, die nothwendige Einheit in der Verwaltung immer mehr zu befestigen, in deren wesentlichem Interesse es liegen muß, ihre Anordnungen durch solche