Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörde, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. F . ................. W

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

JS 14. Donnerstag den 17. Januar 1861.

Abonnement-prets für'S halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montag- Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 17. Januar. (Zur Situation.) Die Preußische Zeitung bespricht den bisherigen Verlauf der gegenwärtigen Legislatur-Periode und die Aufgabe des bevorstehenden Landtages. Sie sagt u. A.: „Wir glauben, daß die selbststän- dige Würdigung der Weltlage, welche eine energische Zusammenfassung und eine Stei­gerung der staatlichen Kraft, sowohl durch die Belebung materieller Hülfsquellen wie durch die Stärkung der Eintracht zwischen Volk und Regierung gebieterisch erheischt, für das Herrenhaus allein ein ausreichendes Motiv sein wird, den Widerstand gegen Reformen, denen das Land seit Jahren mit Verlangen entgegensteht, fallen zu lassen und namentlich den Finanzen des Landes eine erweiterte Grundlage zu gewähren, aus der sie auch kritische Perioden unerschüttert überwinden können. . . . Sich mit ver» stärkter Innigkeit um das Herrscherhaus zu schaaren, das von dem schwersten Schicksals­schlage heimgesucht ist, — das liegt in jedem preußischen Herzen, und die angestammte Liebe wird sich auch hier in Treue und Aufrichtigkeit, in herzlicher Unterstützung und Opferwilligkeit, in ungefälschter Wahrhaftigkeit und umsichtiger Fürsorge dem Herzen des Landesvaters wohlthuend bewähren. Kaum bedarf es dazu noch der weiteren Mahnung, die in dem Ernst der Zeit liegt. Der physischen und der moralischen Rüstung bedürfen wir, um stark und um einigen Sinnes und tapferen Herzens den Wechsel- fällen der Zukunft entgegenzugehen." — Nach dem so eben erschienenen Jahresbe­richte der Centralcommtssion für die Rhetnschifffahrt für 1859 kön­nen die Ergebnisse dieses Jahres eben so wenig in qualitativer Beziehung als günstig bezeichnet werden. Die politischen Conjuncturen hatten überall auf Handel und Ge­werbe so nachtheilig eingewirkt, daß der Verkehr im Allgemeinen gelähmt war und der Güterverkehr auf dem Rheine im Ganzen bei allen Rheinzollämtern hinter demjenigen des Vorjahrs zurückblieb. Das Weniger betrug gegen 1858 bei den Zollämtern Altbreisach 3273 Zollcent., Straßburg 229,229, Neuburg 107,386 Zollcent., Mannheim 310,722, Mainz 1,389,666, Caub 1,328,336, Coblenz 683,799, Emmerich 1,089,365, Lobith 1,356,505 Zollctr. Nicht geringer war die Abnahme im Floßverkehr und betrug bet den Aemtern Altbreisach 3355 Zollctr., Straßburg 11,185, Neuburg 27,946, Mannheim 105,690, Mainz 126,610, Caub 160,546, Koblenz 205,200, Emmerich 52,186, Lobith 16,784