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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 2. Donnerstag den 3. Januar 1861.

Abonnementsprets für's halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montag- Linrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

BV Abonnements für dieses Semester auf das Jntelligenz- und Amtsblatt nebst Frankfurter Nachrichten werden täglich in der Expedition angenommen. Die Zahl der Blätter oder halben Bögen welche im 1860r Jahresabonnement geliefert wurden (im Jahre 1835 nur 563 halbe Bögen) übersteigt die Zahl von 2200 und ist fortwährend im Zunehmen.

NeberblLck der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 3. Januar. Ueber den Empfang der preußischen Ge­sandtschaft in Japan enthält die „Preußische Zeitung" folgende Mittheilungen: Am 13. September erschienen in Jeddo die beiden Gouverneure mit ihrem Gefolge in der Gesandtschaftswohnung und kündigten an, daß der Minister des Auswärtigen schon am 14. die Gesandten empfangen werde. Den folgenden Mittag um 2 Uhr setzte sich vom Gesandtschaftshause aus der Zug in Bewegung, um sich nach der Wohnung des Ministers des Auswärtigen zu begeben. Der Weg dahin wurde dem Herkommen ge­mäß in Sänften, Morimons, zurückgelegt. Acht Träger trugen den Gesandten, dem der amerikanische Ministerresident seine Sänfte zur Disposition gestellt hatte. Vor dem Zuge wurde die Sänfte eines den Weg zeigenden japanesischen Offiziers getragen, dann folgten zwei Matrosen mit der preußischen Flagge, zur Seite zwei Seesoldaten. Hier- nächst kam die Sänfte des Gesandten, hinter dieser zwei Diener, dann das von einem Diener geführte Pferd des Gesandten. Den Schluß machte das aus neun Personen bestehende Gefolge des Gesandten, theils in Sänften, theils zu Pferde. Zehn Offi­zieraufseher, Jakunins, begleiteten den Zug und sorgten dafür die zahlreichen Zuschauer in Ordnung zu halten. An dem vornehmeren, die kaiserliche Burg umgebenden Stadt­viertel angekommen, passirte der Zug eine Brücke und gelangte durch ein bewachtes Thor unter einen mächtigen, aus Riesenblöcken ohne Mörtelverbindung gebildeten Wall. Ein zweiter breiter Graben wurde hierauf überschritten, und hinter einem zweiten Wall und Thor zeigte sich ein dritter Wall nebst Graben. Dieser innerste Raum, der die Schlösser des Regenten (Taikuhn) in sich birgt, durfte jedoch nicht betreten werden. Nachdem der Zug vor einem massiven Thore angelangt war — der Weg von der Ge­sandtschaftswohnung an hatte etwa eine Stunde gedauert — wurden unsere Landsleute