Intelligenz-Blatt
der freien Stadt Frankfurt» ^S^ verbunden mit dem Amtsblatt, Qrgnn der hiesigen Staatsbehörden, jfelQ&^ und den Frankfurter Nachrichten W Extrabeilage. ;
®»«a»»e®#6@8ea<se*»e«»o
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlgchthansggffe 21.)
J£ 306 s Dienstag den 25 December 1866.
IW- Wegen der Feier -es Heil. Christfestes erscheint morgen Mittwoch kein Jntelligenzblatt un- Vas -onners- tägige wir- erst Freitag ausgegeben.
' ~......... "'~'"'1 .........*.....>V.^^^W-^-A^i-..»^-»^^............-............—....."^= Ueberblick der Greig Nisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 25. December. Der Theil der amerikanischen Präsidentenbotschaft, welcher die auHvartigen Angelegenheiten behandelt, lautet im Wesentlichen folgendermaßen: „Unsere Beziehungen zu Großbritannien sind die allerfreundlichsten. Seit dem Beginne meiner Verwaltung haben die zwei gefährlichen Fragen, die aus dem Clayton- Bulwer-Verträge und dem von England beanspruchten Untersuchungsrechte entstanden waren, eine freundschaftliche und ehrenvolle Erledigung gefunden. Die widersprechenden Auslegungen jenes Vertrages, die während der Dauer der betreffenden Verhandlungen bedrohliche Aussichten eröffnet hatten, sind in einer für uns vollkommen befriedigenden Weise beglichen worden. Es muß für alle unsere Mitbürger, zumal für Jene, die im Verkehr mit dem Auslande stehen, ejne Quelle aufrichtiger Befriedigung sein,^daß England seine Ansprüche, amerikanische Kauffahrer in Friedenszeiten auf hober See anhalten und untersuchen zu dürfen, aufgegeben hat. Es war dies die bei Weitem gefährlichste Streitfrage zwischen den beiden Staaten, die seit dem Kriege von 1812 ausgesucht war. Jetzt ist nur noch eine einzige Frage offen, die von irgend welcher Bedeutung ist: die Streitfrage betreffs St. Juans. Da die Verhandlungen betreffs derselben noch in der Schwebe sind, ist es vorerst nicht räthlich, über diesen Gegenstand mehr zu sagen. Der vor Kurzem stattgefundene Privatbesuch des Prinzen von Wales in unserem Vance hat sich als ein glückverheißendes Ereigniß Herausgestellt, durch das die innigen verwandtschaftlichen Gefühle, von denen, wie ich hoffe, Volk und Regierung beider Länder in ihrem politischen und socialen Perkehre jederzeit beseelt sein werden, nur wärmer und herzlicher werden können. Unsere Beziehungen zu Frankreich, unserem alten, ehrwürdigen Verbündeten, tragen ununterbrochen den freundlichsten Character an sich. Unsere Beziehungen mit dem großen Kaiserreiche Rußland sind so gut, wie wir es nur wünschen können. Unsere Beziehungen zu Svapien sind gegenwärtig verwickelter, wenn auch minder g-säbrlich als feit vielen JWpn der Fall gewesen. Unsere Burger hatten lange, und haben noch heute, zahlreiche Forderungen an die spanische Silierung. UnS ©«Uten h MW W feit * ** ~ »™ Ä L SS derselberz vergebens gedrängt, und es ist mehrals wahrscheinlich, daß die schließliche