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verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 270 Dienstag den 13. November 1860.

Ueberblick der Greig- tisse Lm Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 13. November. (Zur Situ ation.) In Bezug auf den Brief des Kaisers Napoleon hat es Interesse, die im Wesentlichen übereinstimmenden Versio­nen zu vergleichen, die darüber in der politischen Welt verbreitet sind. Darin tref­fen alle Nachrichten zusammen, daß die intervenirende Theilnahme für Sardinien, wenn es angegriffen ^würde, in dem Schreiben klar angedeutet wurde. Ueber den Punct, der das meiste Aufsehen machte, nämlich, wenn Oesterreich defensiv in den Krieg eintreten würde, weichen die Angaben nur darin von einander ab, daß es in der einen heißt, der Kaiser werde alsdayn Sardinien sich selbst überlassen und nicht interveniren, setze aber voraus, daß Oesterreich unter allen Umständen den Frieden von Villafranca respectiren werde. Hier fehlt also nur das Verlangen der in dieser Beziehung von Oesterreich bei dem Eintritt in den Krieg im Votaus abzugebenden Erklärung. Daß eine solche verlangt werden sollte, ward indessen von gewöhnlich sehr unterrichteter Seite ver­sichert. So viel gilt für beglaubigt, daß nach jenem Briefe Frankreich das ange­griffene Sardinien vertheidigen wird, und daß es unter allen Umständen ent­schlossen ist, die Lombardei nicht wieder . an Oesterreich zurückfallen zu lassen. Es ist selbstverständlich, daß das an den Kaiser von Rußland gerichtete Schreiben in der Form jede Provocation vermieden haben wird. Wie es außerdem fried­liche Versicherungen enthalten haben soll, wurde schon erwähnt. Das wichtigste Moment ist, daß ein solches der italienischen Bewegung günstiges Schreiben während der Conftrenz in Warschau eintraf und augenscheinlich abgesandt war, um dort mitge­theilt zu werden. Zu bemerken ist noch, daß der Brief schon am 24. October in War­schau eiNgetroffen sein soll, die Gesammtconferenz fand bekanntlich am 25. statt. — Der „Köln. Ztg." wird berichtet: „Zuverlässige Nachrichten, die von Neapel hier eingehen, entwerfen von den dortigen Zuständen ein sehr düsteres Bild. In vielen Provinzen, so wie in mehreren Quartieren der Hauptstadt selbst, soll danach trotz des eclatanten Aus­falls der Abstimmung die Bevölkerung nichts weniger als für die Annexion günstig ge­stimmt sein; dabei seien alle gouvernementälen Bande zerrüttet, und die gesellschaftliche und staatliche Anarchie greife immer weiter um sich. Diese Nachrichten finden übrigens in den Mittheilungen, die aus dem Lager der italienischen Rationalpärtei selbst kommen, ihre mindestens indirecte Bestätigung. Denn die fortwährend auch von dieser Seite ge­meldeten, zum Theil blutigen royalistischen Reactionsversuche widersprechen grell der Be­hauptung von der' angeblich allgemeinen Begeisterung des neapolitanischen Volkes für