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der freien Aad! Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den yranlfumr Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpfönchen, Schlachthausgaffe 21.)

JK 268, Samstag den 10. November 1860.

Abonnements auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten für die Monate November und December werden täglich zu ermäßigtem Abonnements-Preife von der Expedition angenommen.

UeberbliÄ der èeLgrrMe im Gebiete der politischen und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 10. November. (Der Macdonaldstreit.) Die Blätter haben über einen Konflikt berichtet, in den ein Engländer Macdonald auf dem Bonner Eisen­bahnhofe mit dem Jnspector und einem Deutschen Dr. Parow gerathen war. Die Zeitungen haben die eidlichen Aussagen der Parteien veröffentlicht. Hienach steht Aussage gegen Aussage, Eid gegen Eid, Jeder will vom Andern geschimpft und gestoßen worden sein, sich selbst aber anständig benommen haben. Der eigentliche Sachverhalt dürfte durch die eingeleitete Untersuchung schließlich wohl an's Licht treten. Daß aber überhaupt eine Untersuchung eingeleitet worden, beweist zur Genüge, daß man höhern Orts das Benehmen der betreffenden Beamten nicht über allen Zweifel erhaben ge­glaubt hat. Besonders die feindseligen Auslassungen des Staatsanwalts gegen die Engländer im Allgemeinen gaben zu gar mancherlei Bedenken Anlaß. In der Sache selbst sind wir also ohne jede Voreingenommenheit. Auch hat anfangs fast die ganze deutsche Preffe den Vorfall als nichts anderes genommen, als was er war, als einen gewöhnlichen Waggonskandal. Erst das Gebahren der englischen Presse hat die Affaire zu den Dimensionen einer großen internationalen Streitfrage aufgeblasen. Wenn Blät­ter, wie die „Times" und „Daily News", davon Anlaß nahmen, deutsche Gesetze als das Werk von Barbaren, Kannibalen und Dummköpfen, deutsche Beamten als Diebe, Gauner und Raufbolde, unser deutsches Volk als eine Horde von schmutzigen, bettelhaften Hungerleidern und plumpen Grobianen zu bezeichnen, so könnten wir nicht verkennen, daß es jedenfalls ein anderweitig rege gewordener Groll war, der begierig diese Gelegenheit ergriff und auf den groben Klotz gehörte dann füglich auch ein grober Keil. Dazu kommt noch, daß diese Macdonald-Artikel der Times mit ihren plötzlich wieder sehr warm gewordenen Sympathien für Dänemark zusammenfielen. Aus der Unzufriedenheit über Warschau, über die von den deutschen Regierungen Italien gegenüber eingenommene schwankende oder zweideutige Haltung und über die in einzelnen Kreisen des deutschen Volkes selbst obwaltenden unterdrückerischen und reactionären Neigungen läßt sich ein