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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â^^^W und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 250. Samstag den 20. October 1860.

UeberbliÄ der Ereignisse im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 20. October. (Zur Situation.) Wir lesen in der „Preußischen Zeitung": „Die persönlichen Beziehungen, welche die königlichen Häuser von Preußen und England so nahe vereinigen, haben in den jüngst vergangenen Tagen die Königin von England mit dem Regenten Preußens an den Ufern des Rheins zusammenge­führt. Dieser zunächst dem Glücke des Hauses und des innigsten Familienlebens ge­widmeten Begegnung konnte in der gegenwärtigen LägeEuropa's eine weitergehende Be­deutung nicht fehlen. Nicht allein durch das segensreiche Band, welches ihre Dynastien verknüpft, stehen die Staaten von Preußen und England einander nahe. Durch so viele Verhältnisse, welche geeignet sind, Völker zu vereinigen, durch verwandte Interessen und eine verwandte politische Lage sind Preußen und England an einander gewiesen. Die herzlichen Beziehungen, welche zwischen diesen beiden Mächten immer obgewaltet haben und stets obwalten werden, wenn sie ihre wahren Interessen nicht verkennen wollen, haben durch die Besprechungen von Koblenz, durch den eingehenden Ge­dankenaustausch, welcher dort zwischen den leitenden Staatsmännern beider Länder statt­gefunden hat, nur festere Wurzeln fassen, nur an Sicherheit und Ausdehnung gewinnen können. Je verwickelter die Verhältnisse des europäischen Staatensystems in diesem Au­genblicke sind, um so größer ist die Genugthuung, das Zusammentreffen der beidersei­tigen Anschauungen und Auffassungen über große und wichtige Fragen, welche die öffent­liche Aufmerksamkeit in hohem Maße beschäftigen, constatiren zu dürfen. Wie weit die eigenthümliche Stellung, die besondere Aufgabe, welche bei aller Verwandtschaft der Interessen jeder selbstständigen Macht unveräußerlich bleiben, auch für jeden einzelnen Punkt, für die Details der Anschauung und der Ausführung eine Gemeinsamkeit zwischen Preußen und England gestatten oder in Aussicht stellen, darüber Erörterungen an­zustellen erscheint uns in diesem Augenblicke ein müßiges Unternehmen. Es genügt, daß über die wesentlichen Gesichtspunkte, über die Ziele, welche zu erstreben find , eine er­freuliche Uebereinstimmung hervorgetreten ist. Während die nahe bevorstehende Begeg­nung des Prinzregenten mit den Herrschern von Oesterreich und Rußland das fortdauerndgute Einvernehmen Preußens mit seinen östlichen Nachbarn beweist, zeigt das glückliche Ergebniß der Koblenzer Besprechungen auch ohne weitere Ausführung, daß Preußen die hochwichtigen Interessen zu achten und zu pflegen weiß, die es an England knüpfen." — Die Annäherung der Warschauer Conferenztage steigert natürlich die Frage nach ihren Gegenständen und Folgen um so mehr, als neueren Nachrichten zufolge der