Intelligenz-Blatt der freien AM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
J£ 242 DonnersLag den 11. October 1860.
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Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 11. October. (Zur Situation.) Die ministerielle „Preuß. Ztg." erklärt: „Nach dem Fürstentage zu Baden trat, wie bekannt, eine Anzahl deutscher Regierungen in Würzburg zu einer Militärconferenz zusammen, welche den Zweck hatte, mit Rücksicht auf eine sehr wesentliche Lücke der Bundes-Kriegsverfassung eine Verständigung zu erzielen. In den Bestimmungen der Bundes-Kriegsverfassung ist gerade der wichtigste Fall nicht vorgesehen, der nämlich, daß die deutschen Großmächte an dem Kriege mit ihrer Gesammtmacht Theil nehmen. Indem die Würzburger Regierungen über diesen Fall in Berathung getreten sind, haben sie damit das Vorhandensein jener Lücke thatsächlich anerkannt. Es war den deutschen Großmächten in Aussicht gestellt, daß, falls sie sich an den Eonfrrenzen nicht betheiligen wollten, das Ergebniß derselben ihnen, um sich weiter darüber zu äußern, mitgetheilt werden solle. Demgemäß hat der bayerische Geschäftsträger im Namen der Regierungen die unter ihnen getroffene Vereinbarung vom 6. d. M. der preuß. Regierung überreicht. Es steht zu erwarten, daß über diesen vorgelegten Entwurf nunmehr zwischen Preußen und Oesterreich Verhandlungen beginnen werden." — Der englische Unter-Staatssecretâr des Auswärtigen, Lord Wode- House, hielt bei dem Festessen des landwirthschaftlichen Vereins von Noth Walsham dieser Tage eine Rede, in welcher er sich unter anderm über die auswärtige Politik Englands ungefähr folgender Maßen aussprach: Die englische Regierung hat von Anfang an das Princip der Nicht-Intervention verkündet und unwandelbar befolgt. Wir würden uns allerdings sehr schämen, aus unseren Sympathien mit dem nach Freiheit ringenden italienischen Volke ein Geheimniß zu machen, und wenn wir diese Sympathien nicht aussprächen, würden wir nicht die Vertreter der einmüthigen Gesinnung des Volkes von England sein. Die Regierung hat die Pflicht, die anderen Regierungen Europa's wissen zu lassen, was die Gesinnungen des englischen Volkes sind, und die Minister müssen zeigen, daß sie selbst diese Ansichten bis zu einem vernünftigen, billigen und gemäßigten Puncte theilen. Zugleich sind wir entschlossen — obgleich ich kein Recht, im Namen der Regierung zu sprechen habe — das Land in keinen Streit zu zerren, der es nichts angeht. Was einen anderen Punct betrifft, so war ich stets für das freundlichste Einvernehmen mit unserm