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InteMgenz-Blatt

W freien MG Frankfurt, ^^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |

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(Expedition,: qyr Geisipförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 218, Donnerstag den 13. September 1860.

Ueberblick der Greignifse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

F«a«kfurt, 13. September. (Zur Situation.) Der „Cölnischen Zei­tung" wird aus Berlin geschrieben: „Die Beschlüsse der General-Versammlung des National-Vebeins erscheinen in der gegenwärtigen Lage Deutschlands und gegenüber den schweren europäischen Verwicklungen, die sich möglicher Weise für eine nahe Zukunft vorbereiten, als nicht geeignet, der Politik Preußens Vorschub zu leisten. Diese Politik hat vor Allem das Erreichbare im Auge und ist auf die Achtung der bestehenden Rechte begründet. Jedermann weiß, mit wie schweren Hindernissen sie selbst da zu kämpfen hat, wo sie, wie z. B. bei der Reform der Bun­des-Kriegsverfassung, dèn schreiendsten und für die Sicherheit Deutschlands gefahrvoll­sten Uebelständen Abhülfe bringen will. Es wäre eine geeignete Aufgabe für eine prak­tische politische Thätigkeit, ihre Bemühungen in der Verfolgung der von ihr in Aussicht genommenen Zielpuncte zu unterstützen. Man kann dabei die Idee einer sicheren natio­nalen Einheit unbeirrt aufrecht erhalten. Gegenwärtig Programme auf Grund der letz- i£reh aufstellen und damit die Meinung hervytrufen, Preußen könne sich dieselben aneignen und sie in Vollzug setzen, heißt Illusionen erzeugen und auf Enttäuschungen hinauskommen. Wenn dies überhaupt irgend eine Wir­kung hat, so kann dieselbe nur eine leere, unfruchtbare Agitation sein, deren Symptome sich bereits zu zeigen beginnen. Pte Ungeduld, die dem Gange der Dinge vorgrèifën will, wird der deutschen Sache keine Förderung bringen, am wenigsten mit Demon­strationen, die denn doch so ziemlich auf Spielereien hinauslaufen. Es ist, man mag es sich nicht verhehlen, ein äußerst bedenkliches Unternehmen, die Politik Preußens treiben zu wollen, e.tp Unlorrlehusen,,Has unbedingt keine Ahssicht au^s Erfolg hat, Wd bei dem Mn sich schon glücklich schätzen Mag, wenn es nicht dèn schweren Mißerfolg nach sich zieht, sie nach einer ganz anderen Seite zu treiben, als man will. Im besten Falle wird man ihr aber aus diese Weise nur Hindernisse bereiten und ihre bestgemeinten Versuche hemmen oder gar vereiteln. — Beim Bankett in Marseille hielt der Kaiser Napoleon folgende Rede: Die einstimmigen Kundgebungen wäh­rend unserer Reisen haben uns tief gerührt, aber sie überwältigen mich nicht, denn mein einziges Verdienst ist mein Vertrauen auf die göttliche Vorsehung und das Volk. Es ist die innige Union zwischen dem Volke und dem Souveräne, welche unsere Kraft bildet, , die es erlaubte, aller Schwierigkeiten ungeachtet, niemals auf unserem Wege des Fortschritts inNezuhalten. Dieser Wunsch für das Wohl, sollte er sich