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Intelligenz-Blatt

der freien Stadl Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpföncken, Schlachthausgaffe 21.)

M 216. Dienstag den 1L September L8M.

UeberblLck der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 11. September. Die gemeinschaftlichen Einnahmen des Zollver­eins an Zollgefâllen für das erste Halbjahr 1860 betrugen im Ganzen 11,466,032 Thaler gegen 11,495,266 Tblr. in derselben Zeit des Jahres 1859, und zwar an Ein­gangs-Abgaben 11,182,499 Thlr. gegen 11,201,273 Thlr. im ersten Halbjahre 1859, und an Aus- und Durchgangs-Abgaben 283,533 gegen 293,993 Thlr. in dem betreffen­den Zeitraum des Vorjahres. Von der gemeinschaftlichen Brutto-Einnahme der Ein­gangs-Abgaben gehen ab an Kosten der Zollerhebung und des Zollschutzes an den Außen­grenzen und an sonstigen Ausgaben: 1,495,206 Thlr., so daß zur gemeinschaftlichen Theilung nach Maßgabe der Bevölkerung noch verblieben: 9,687,293 Thlr. Die Aus-und Durchgangs-Abgaben des östlichen Verbandes ergaben eine Brutto-Einnahme von 185,416 Thlr., wovon nach 50,116 Thlr. Abzug als Aequivalent Preußens für die unter dem Transitzoll mitbegriffenen Wasserzölle 135,300 Thlr. zur gemeinschaftlichen Theilung verblieben. Die Aus- und Durchgangs-Abgaben des westlichen Verbandes ergaben: 98,117 Thlr. Nach der von dem Centralbureau des Zollvereins aufgestellten provisorischen Abrechnung über die gemeinschaftliche Uebergangs-Abgabe von Wein und Most, Tabaksblâttern und Tabaksfabrikaten in den hierzu verbundenen Zollvereinsstaaten für das erste Halbjahr 1860 beträgt die Brutto-Einnahme von Wein und Most 140,940 Thlr. 20 Sgr. 3 Pf., von Tabaksblättern und Fabrikaten 31,886 Thlr. 9 Sgr. 5 Pf., in Summa 172,826 Thlr. 29 Sgr. 8 Pf., und nach Hinzurechnung der Defecte rc. 173,168 Thlr. Die provisorische Abrechnung über die gemeinschaftliche Branntweinsteuer und Uebergangs- Abgabe von Branntwein in den hierzu verbundenen Zollvereinsstaaten ergibt für das erste Halbjahr 1860 einen Ertrag von 5,534,475 Thlr. 11 Sgr. 1 Pf. an Steuer und 3929 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf. an Uebergangs-Abgabe. Davon beträgt der vertrags­mäßige Antheil für Preußen 4,098,695 Thlr., für die mit Preußen in engerem Verbände stehenden Länder und Gebietstheile 71,534 Thlr., für das Königreich Sachsen 390,381 Thlr., für den thüringischen Verein 235,592 Thaler. — Wie es heißt, hat die Centralcommission für die Rheinschifffahrt den königlich preußischen Geheimen Regierungsrath Bitter an die Stelle des seitherigen Ober- Inspektors der Rheinschifffahrt, v. Auer, ernannt, welcher seinen Absä-ied genommen hat. Geheimerath Bitter aus Minden war in den letzten Jahren preußisches Mitglied der internationalen Commission für die Donaumündungen. — Die Politik der russischen Regierung, in Hinsicht auf die Türkei, sagt die „Nordische Biene", ist gegen-