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Intelligenz Blatt

der freien Stadt Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Getstpförtchen, Schfachthausgaffe 21.) n^" Samstag den 21. Juli 1860,

flJtsjT’ Bestellungen auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition für dieses Semester angenommen.

Ueberbliek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

■ Frankfurt, 21. Juli. (Zur Merkantilfrage.) In Folge der am 12. V.M. abgegebenen offiziellen Erklärung Frankreichs wegen Abschlusses eines Handels­vertrages hat die Preußische Regierung bekanntlich die Zollvereinsstaaten um Erklärung darüber ersucht, und es ist zu erwarten, daß die Regierungen nicht lange mit dieser Erklärung zögern werden. Zunächst handelt es sich nur darum, daß die Zollvereinsstaaten die preußische Regierung ermächtigen, mit der franzö­sischen Regierung, welche sofort ihre Vorschläge abgeben wird, die Verhandlungen zu eröffnen. Hierbei sei erwähnt, daß die größten Seeplätze Deutschlands, die Han­sestädte, mit Frankreich bereits Verträge geschlossen haben, welche gegenseitig volle Freiheit des Verkehrs und Gleichstellung mit den eigenen nationalen Schiffen gewähren. Einem Gerüchte, wonach auch diese Angelegenheit auf den langen Weg vorgängiger Sonder-Berathungen der Mittelstaaten bei einer bevorstehenden Eonferenz geschoben werden soll, vermögen wir keinen Glauben beizumessen, da nach gegenwärtiger Lage die beantragte Ermächtigung nichts Präjudicirendes enthält, man müßte denn unbedingt auf einen solchen Handelsvertrag nicht eingehen oder denselben zunächst bis dahin verschieben wollen, wo die Frage über die Prolongation des deutschen Zollvereins entschieden sein wird. In beiden Fällen würde es dann Preußen offen stehen, mit Frankreich besonders zu contrahiren, beziehentlich sich mit den Hansestädten zu einem Handels- und Schiff- fahrts-Vertrage mit Frankreich zu vereinigen, dem Hannover und Oldenburg sich dann nicht entziehen könnten, eben so wenig wie Braunschweig und die thüringischen Staaten. Daß Preußen in neuester Zeit sich schon bereit erklärt hat, mit den Hansestädten einen gemeinsamen Handels- und Schifffahrts-Vertrag abzuschließen, ist bekannt. Die Schutzzöllner predigen gegen den Vertrag mit Frankreich; aber bte Schafzuchter ver­sprechen sich große Vortheile davon; denn die preußische und namentlich bte schlesi­sche Wolle, ist dort sehr beliebt und gesucht. — Die am 4. b. zusammengetretene Commission des preußischen Handelstages hat der Heidelberger Handels­kammer zur Berathung für den deutschen Handelstag folgende Gegenstände